Kritik an Mercosur-Abkommen

Die EU und die Mercosur-Staaten stehen kurz vor dem Abschluss eines Freihandelsabkommens. Der Deutsche Bauernverband sieht dadurch die Familienbetriebe gefährdet.

Die EU und die Mercosur-Staaten stehen kurz vor dem Abschluss eines Freihandelsabkommens. Der Deutsche Bauernverband sieht dadurch die Familienbetriebe gefährdet.

Die EU hat sich mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur nach jahrelangen Verhandlungen über den Aufbau der weltweit grössten Freihandelszone geeinigt, meldet die SDA.

Der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Junker bezeichnete die Einigung als einen historischen Durchbruch. Durch das Abkommen sollen Unternehmen in der EU jährlich vier Milliarden Euro an Zöllen sparen und so Exporte ankurbeln. 

Der Deutsche Bauernverband kritisiert das Abkommen über die Freihandelszone jedoch scharf. Im Vergleich zur EU können Mercosur-Staaten - zu denen Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay gehören -, in grösserem Massstab produzieren, was Kostenvorteile mit sich bringt. Ausserdem führen ungleiche Anforderungen bei Umwelt- und Klimaschutz sowie bei Antibiotikaeinsatz und beim Pflanzenschutz zu Wettbewerbsverzerrung. Das Europäische Parlament soll deshalb die hiesigen Standards für Landwirtschaft und Lebensmittel schützen, fordert der deutsche Bauernpräsident Rukwied.

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