35 neue Luzerner Bäuerinnen

36 Frauen feierten den Abschluss ihrer Ausbildung Bäuerin in Schüpfheim LU. Es wurde auf die Lernzeit zurückgeblickt und gefeiert.

Annelies Bichsel |

Andrea Bieri, Ausbildungsleiterin am Berufsbildungszentrum Natur und Ernährung (BBZN), begrüsste mit spürbarem Herzblut 16 Absolventinnen des Vollzeitlehrganges und 19 Frauen, die den modularen Lehrgang besucht hatten, sowie deren Angehörige. «Rund 550 Lektionen Unterricht, 260 Stunden Lern- und 30 Stunden Prüfungszeit haben die Frauen allein in den neun Pflichtmodulen absolviert. Dazu kommt der Aufwand von mindestens zwei Wahlmodulen», rechnete sie vor.

Den thematischen Bogen zur Ausbildung schlug Andrea Bieri mit den Wahlmodulen Kleintier- und Rindviehhaltung. Sie verglich das Wachsen des Grases mit dem Aufnehmen von neuem Wissen, Schneiden mit der Annahme von Herausforderungen, Wenden mit Perspektiven wechseln und Erfahrungen sammeln und Einbringen des Heus mit dem Übertragen des Gelernten in der Praxis.

«Es ist noch nicht fertig»

«Heute darf gefeiert werden», stellte BBZN-Rektor Renato Isella mit Freude und Stolz fest: Der Werdegang vom Gras zum Heu sei gut vergleichbar mit der Ausbildung der jungen Frauen: «Manches bleibt sofort hängen. Manchmal muss man aber auch nachputzen. Gras ist noch nicht Heu und Wissen ist noch kein Können.»

Beides brauche Zeit und müsse verarbeitet werden. «Das Heu ist noch nicht im Schober – oder mit dem Können ist es noch nicht fertig. «Ihr bekommt heute kein Zeugnis, sondern eine Glückwunschkarte sowie Utensilien und das Rezept für eine Heusuppe», sagte Andrea Bieri bei der Übergabe der Geschenke mit einem Schmunzeln.

Kompetenzen angeeignet

Prorektorin und Standortleiterin Susanne Brand zeigte bei ihrer kurzen Ansprache einen Schlüsselbund: «Ihr wisst nicht, wann ihr wie welche Kompetenz braucht, aber niemand kann sie euch wegnehmen.» Elisabeth Rüttimann sprach als Präsidentin des Luzerner Bäuerinnen -und Bauernverbands: «Ihr habt gelernt und gelernt zu verstehen und euch damit viele Kompetenzen angeeignet. Geht weiter und bleibt dran, denn genau solche Leute, wie ihr seid, braucht die Gesellschaft», ermutigte sie die Frauen.

Erika Brunner übermittelte Grussworte des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands. Sie lobte: «Ihr habt ein Fundament gelegt, das trägt. Euer Abschluss ist ein Meilenstein. Übernehmt Verantwortung und erhebt eure Stimmen, um die Zukunft mitzugestalten.»

Die Absolventinnen

Vollzeitlehrgang: Sandra Albori, Luzern; Chantal Bucheli, Oberkirch LU; Julia Bucher, Inwil; Svenja Burtolf, Neuenkirch; Nadine Emmenegger, Entlebuch; Angela Haas, Willisau; Lena Hunkeler, Altishofen; Gabriela Joller, Neudorf; Heidi Kathriner, Valzeina; Nadine Keller, Schongau; Alexandra Jasmin Liniger, Schötz; Carmen Müller, Emmen; Julia Riechsteiner, Grosswangen; Andrea Ruch, Escholzmatt; Bettina Spichtig, Neudorf; Lea Zimmerli, Buchs LU. Modularer Lehrgang: Gisela Haas, Obernau; Karin Bircher, Hellbühl; Jeannette Bühler, Steinhuserberg; Luisa Felder, Entlebuch; Selina Felder, Hasle LU; Andrea Gabriel, Buochs; Chantal Geiser, Roggliswil; Martina Grob, Egolzwil; Cecille Hodel, Steinhuserberg; Simone Hofstetter, Willisau; Nicole Jakob, Bärau; Melanie Matter, Wilihof; Livia Peter, Menznau; Selina Petermann, Hofstatt; Lisa Maria Rölli, Ebersecken; Isabelle Roos, Buchs LU; Andrea Stutz, Ufhusen; Linda Suppiger, Willisau; Marion Wolf, Flühli LU.

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