59 Landwirtinnen und Landwirte diplomiert

59 Absolventinnen und Absolventen, darunter etliche Zweitausbildner, erhielten am 1. Juli ihre Fähigkeitszeugnisse als Landwirtin/Landwirt EFZ. Zwei Frauen und fünf Männer schlossen als Agrarpraktiker EBA ab.

Isabelle Schwander |

Die viel beachtete Auffahrt der Traktoren vor der Gärtnerei am Arenenberg war ein stimmungsvoller Auftakt für die Schlussfeier in der Mehrzweckhalle in Salenstein TG.

Verdienter Berufsstolz

Mathias Roth, Präsident der Berufsbildungskommission des Verbands Thurgauer Landwirtschaft, bezeichnete die Auffahrt der teils aufwendig blumengeschmückten Traktoren als Ausdruck der Freude und des verdienten Berufsstolzes. Michael Schwarzenberger, Schulleiter, hob in seinen Grussworten die drei Begriffe «Chromosom (Genetik), Zusammenhalt, Mut» heraus. Diese seien den angehenden Landwirtinnen und Landwirten im Verlauf der Ausbildung immer wieder auf prägende Weise begegnet.

So erforderte es beispielsweise den Mut, eine Situation im Stall einzuschätzen und selbst zeitnah Entscheidungen zu treffen. Einander zuzuhören, sich zu begegnen und die Erfahrung «zusammen geht es besser» seien entscheidende Werte, welche im beruflichen und im persönlichen Umfeld zielführend seien.

Fussballchef als Gastredner

Als Mathias Roth den Festredner ankündigte, sagte er, dass sich die Berufsbildungskommission für Matthias Hüppi, Präsident des Fussballclubs FC St. Gallen, entschieden habe, weil dieser unter anderem für unverhandelbare Werte einstehe. Hüppi griff das Thema Werte auf, ausgehend vom Cup-Sieg 2026 des FC St. Gallen mit dem Pokal und diesem Wort in seiner Mehrdeutigkeit.

«Hinter einem Sieg – auch einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss – steht viel Arbeit und Anstrengung, die von aussen nicht in ihrer vollen Tragweite erkennbar sind.»

Matthias Hüppi, Präsident des Fussballclubs FC St. Gallen

Das «P» stehe für ihn für Passion, die Leidenschaft und die Freude, die erfüllende, sinnstiftende Aufgaben bereiten. Das «O» stehe für Optimismus. Hüppi räumte ein, es sei auch ihm nicht immer leichtgefallen, diesen zu wahren. Das «K» stehe für Konsequenz, das bedeute, konsequent in seinen Entscheidungen zu sein und damit ein verlässlicher Partner zu sein.

Absolventinnen und Absolventen Agrarpraktiker EBA

Basil Gabriel Egli, Ossingen ZH; Delicia Martina Hager, Bichelsee TG; Idris Belova, Hüttwilen TG; Janosch Zumofen, Müllheim Dorf TG; Pascal Eigenmann, Andwil SG; Kevin Bögli, Oschwand TG; Timo Oschwald, Bibern SH.

Das «A» stehe für Arbeit: Hinter einem Sieg – auch einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss – stehe viel Arbeit und Anstrengung, die von aussen nicht in ihrer vollen Tragweite erkennbar seien. Das «L» stehe für Lockerheit, denn Angespanntheit oder innerer Druck führe im entscheidenden Moment nicht zum Sieg, sondern sei eher ein Stolperstein – dies sowohl im Fussball wie im Berufsleben. Hüppi sagte, Mut sei Teil des Programms des FC St. Gallen.

Bestnote 6

Mut zu haben bedeute auch, über Fehler zu sprechen. Der Festredner stellte einige Vergleiche zwischen der Welt des Fussballs und der Arbeitswelt her. So appellierte er an die jungen Berufsleute, daran zu arbeiten, Stärke aufzubauen. Hierbei helfe es, sich mit Menschen zu umgeben, die positiv denken und ermutigen. Symbolisch gesehen werfe einem das Leben täglich Bälle zu, denen man ausweiche, oder man spiele weiter und versuche, jene zu fangen, die zielführend seien.

Nach der Festrede überreichten Maja Grunder, Präsidentin des Verbands Thurgauer Landwirtschaft, und Mathias Roth die Zeugnisse, Diplome und Atteste. Mit der Gesamtnote 5,6 schloss Pascal Eigenmann seine Ausbildung zum Agrarpraktiker EBA ab. Der Notendurchschnitt lag bei 4,9. Bei den Landwirtinnen und Landwirten lag der Notendurchschnitt bei 5,0.

Tina Albietz aus Riehen BS ragte aus dem bereits leistungsstarken Jahrgang mit ihrer Note 6,0 heraus. Die Emil-Halter-Stiftung für Jugendförderung im Thurgau prämierte mit je 500 und 300 Franken Preisgeld die zwei herausragenden Vertiefungsarbeiten von Ian Brunschweiler («Salmonellen auf einem Landwirtschaftsbetrieb») und jene von Marc Schär («Geheimnis Traum – wieso träumen wir?»).

Absolventinnen und Absolventen Landwirt/in EFZ

Tina Albietz, Riehen BS; Romano Baumgartner, Maischhausen TG; Fabian Bechtiger, Fischingen TG; Maurice Bersier, Hallau SH; Sonja Boltshauser, Ottoberg TG; Christoph Bischof, Goldach SG; Simon Brühlmann, Sulgen TG; Simon Brülisauer, Urnäsch AR; Robin Sam Brunner, Mauren TG; Janik Burki, Lohn-Ammannsegg SO Biolandbau; Ian Brunschwiler, Weinfelden TG Biolandbau; Urs Bührer, Matzingen TG; Ramon Dietiker, Felben-Wellhausen TG; Hendrix Egli, Dietschwil SG; Alex Ernst, Märwil TG; Rodney Feuz, Märwil TG; Lorenz Guhl, Homburg TG; Luana Greminger, Kesswil TG Biolandbau; Cyril Häberli, Mauren TG; Louis Hagen, Hüttwilen TG; Samuel Hälg, Muolen SG; Linus Hartmann, Wigoltingen TG Biolandbau; Heidi Helfenberger, Wuppenau TG; Marvin Herzog, Homburg TG Biolandbau; Leandra Hold, Herdern TG; Gian Lehner, Braunau TG; Lukas Lichtensteiger, Wängi TG; Leonille Anais Mailys Mancuso, Thundorf TG; Timon Mangler, Stachen TG; Lukas Mettler, Tobel TG; Marissa Rüegg, Neukirch an der Thur TG; Fabian Rupp, Tobel TG; Philipp Peter, Münchwilen TG; Pirmin Stacher, Uttwil TG; Marco Stäheli, Müllheim TG Biolandbau; Severin Stähli, Neukirch TG; Svenja Stadler, Eschlikon TG; Dominik Streule, Homburg TG; Nikko Stricker, Raperswilen TG; Samuel Schär, Frauenfeld TG Biolandbau; Marc Schär, Waltalingen ZH; Julia Schellenberg, Schaffhausen SH Biolandbau; Tom Schönenberger, St. Margarethen SG; Michael Signer, Haslen AI; Levi Josua Santo, Homburg TG Biolandbau; Jann Thalmann, Amriswil TG; Samuel Zoller, Homburg TG; Christoph Windlin, Bischofszell TG; Simon Windler, Braunau TG; Noel Witzig, Riedt bei Erlen TG.

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