
Piet Zeilstra, Mitglied der Qualitätssicherungskommission (QSK) der OdA Umwelt und Vertreter des Berufsverbands Swiss Rangers, sagt Rangerinnen und Ranger seien als wichtiges Vollzugsorgan in Natur- und Wildschutzgebieten nicht mehr wegzudenken.
Kristoff Meller
Den Beruf Ranger respektive den Beruf der Rangerin und die entsprechende Ausbildung am Bildungszentrum Wald Lyss (BZW) gibt es seit 20 Jahren.
«Rangerinnen und Ranger vermitteln in Natur- und Landschaftsräumen zwischen Mensch und Natur. Mit Information, Sensibilisierung, Besucherlenkung und Aufsicht leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz und zur Erhaltung dieser Gebiete», heisst es in der Mitteilung der Geschäftsstelle Swiss Rangers. Dahinter steht der Verband für Ranger, Naturschutzaufseher und Parkwächter in der Schweiz.
Eidgenössische Anerkennung
Dank des langjährigen Engagements des Berufsverbands Swiss Rangers in enger Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum Wald Lyss und der Organisation der Arbeitswelt Umwelt (OdA Umwelt) würden Absolventinnen und Absolventen der neuen Berufsprüfung künftig den Fachtitel «Fachfrau/Fachmann Natur und Umwelt mit Fachrichtung Ranger» erhalten.
Auch Rangerinnen und Ranger, die das Ranger-Diplom des Bildungszentrums Wald Lyss bereits erworben haben, profitieren von einer Übergangsregelung: «Während der nächsten fünf Jahre können sie sich direkt für die eidgenössische Berufsprüfung anmelden und eine verkürzte Prüfung absolvieren», wie der Verband weiter schreibt.
Piet Zeilstra, Mitglied der Qualitätssicherungskommission (QSK) der OdA Umwelt und Vertreter des Berufsverbands Swiss Rangers, sagt laut Mitteilung, Rangerinnen und Ranger seien als wichtiges Vollzugsorgan in Natur- und Wildschutzgebieten nicht mehr wegzudenken. Mit der eidgenössischen Berufsprüfung werde die Bedeutung dieses Berufs nun auch offiziell anerkannt.
Fünf Fachrichtungen
Unter dem Titel «Fachfrau/Fachmann Natur und Umwelt» werden fünf Fachrichtungen zusammengeführt: Ranger, Tierschutz, Umweltkommunikation, Umweltmanagement und Biodiversitätsförderung. Die fachrichtungsübergreifenden Inhalte werden laut dem Berufsverband teilweise gemeinsam vermittelt und anschliessend durch eine fachspezifische Vertiefung ergänzt.

Unter dem Titel «Fachfrau/Fachmann Natur und Umwelt» werden fünf Fachrichtungen zusammengeführt: Ranger, Tierschutz, Umweltkommunikation, Umweltmanagement und Biodiversitätsförderung.
zvg
Das Bildungszentrum Wald Lyss bietet die fachrichtungsübergreifenden Module an und bleibt schweizweit der einzige Anbieter der Fachrichtung Ranger. Der erste Lehrgang nach dem neuen Modell startet im Oktober 2026. Die Ausbildung dauert in der Regel ein Jahr und wird berufsbegleitend absolviert.
Bedarf nimmt zu
«Dank des modularen Aufbaus kann sie auch über mehrere Jahre verteilt werden. Die erste reguläre eidgenössische Berufsprüfung ist für das zweite Quartal 2028 vorgesehen», erklärt der Verband in der Mitteilung.
Stefan Steuri, Präsident des Berufsverbands Swiss Rangers, ist laut derselben Mitteilung überzeugt: «Da die Bezeichnung ‹Ranger› nicht geschützt ist, bietet der eidgenössische Fachausweis Rangerinnen und Rangern die Möglichkeit, ihre Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt klar auszuweisen.» Der Bedarf an gut ausgebildeten Rangerinnen und Rangern nimmt laut dem Verband zu.
Neuer Zusatztitel «Professional Bachelor»
Aufgrund des Beschlusses des Bundesrats zur Einführung der Titelzusätze «Professional Bachelor» und «Professional Master» für Inhaberinnen und Inhaber eines Abschlusses der höheren Berufsbildung können auch Absolventinnen und Absolventen des eidgenössischen Fachausweises Natur und Umwelt den Zusatztitel «Professional Bachelor» führen. Dies gelte ab dem 1. Oktober 2026, wie es seitens Swiss Rangers heisst.