
Rande mit tiefrotem Fleisch ist die bekannteste Sorte
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Rannde schmeckt erdig-mild und leicht süsslich. Je nach Zubereitung verändert sich der Geschmack deutlich: So ist sie roh herber, gekocht süsslicher und geröstet aromatischer.
Auch Blätter essbar
Botanisch gehört Beta vulgaris subs. vulgaris zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und ist eng mit Mangold und Zuckerrübe verwandt. Die runde bis längliche Knolle wächst unter der Erde. Was viele nicht wissen: Auch die grünen, leicht rötlichen Blätter sind ebenfalls essbar, beispielsweise roh als Salat, gedünstet oder in Suppen und Eintöpfen. Ältere grosse Blätter werden besser gegart, da sie roh etwas zäh sind. Rande wächst besonders gut auf humosen, nährstoffreichen Böden in sonnigen Regionen.
Übrigens muss Rande nicht immer tiefrot sein: Es gibt auch pinke, gelbe, weissfleischige und rot-weiss geringelte Sorten, die rund, zylindrisch oder kegelförmig sein können. Je intensiver die Farbe, desto aromatischer der Geschmack. Es lohnt sich, die verschiedenen Varianten zu probieren.
Viel Folsäure und Eisen
Beim Einkauf sind feste, glatte Knollen mit unverletzter Schale zu bevorzugen. Kleine und mittelgrosse Exemplare sind meist besonders zart. Um den leicht erdigen Geschmack grosser Knollen zu mindern, können Kreuzkümmel oder etwas Zitronensaft beim Kochen helfen. Im Kühlschrank bleibt frische Rande, ohne Blätter und in ein feuchtes Tuch gewickelt, bis zu zwei Wochen lang haltbar.
Ihre leuchtende Farbe verdankt die Rande dem Farbstoff Betanin, einem sekundären Pflanzenstoff aus der Gruppe der Flavonoide. Betanin wirkt antioxidativ und schützt die Zellen vor freien Radikalen. Zudem liefert Rande viel Folsäure und Eisen. Beide Stoffe fördern die Zellbildung und die Bildung roter Blutkörperchen. Damit der Körper das pflanzliche Eisen besser aufnimmt, empfiehlt es sich, Rande mit Vitamin-C-haltigen Zutaten wie Äpfeln, Orangen, Zitronensaft oder Sauerkraut zu kombinieren.
Kalorienarm
Mit nur 40 Kilokalorien pro 100 Gramm ist sie kalorienarm, sättigt aber dank ihrer Ballaststoffe dennoch gut. Die Knolle enthält auch Oxalsäure (wie Spinat und Rhabarber), vor allem roh, was beispielsweise für Nierenkranke problematisch sein kann. Oxalsäure ist aber wasserlöslich und reduziert sich durch das Garen, das Kochwasser wird nicht weiterverwendet. Zudem empfiehlt sich die Zugabe von Milchprodukten, da deren Calcium die Oxalsäure bindet und so neutralisiert.
Schweizer Randen haben das ganze Jahr Saison. Zwischen November und Mai kommt die Rande aus dem Lager. Verarbeitete Randen sind das ganze Jahr erhältlich.