Sonnenschutz auf dem Feld: So cremst du dich richtig ein

Sonnencreme auftragen – und fertig? Ganz so einfach ist es nicht. Entscheidend ist nicht nur, welchen Lichtschutzfaktor ein Produkt hat, sondern auch, wie viel davon verwendet wird, wie oft nachgecremt wird und ob die Sonnencreme überhaupt regelmässig zum Einsatz kommt.

sda/blu |

Die wichtigsten Tipps für einen wirksamen Sonnenschutz.

Genügend Creme verwenden

Die meisten Menschen verwenden deutlich zu wenig Sonnencreme. Für die Bestimmung des Lichtschutzfaktors im Labor werden 2 Milligramm Sonnencreme pro Quadratzentimeter Haut aufgetragen. Um diesen Schutzwert im Alltag tatsächlich zu erreichen, braucht es für den ganzen Körper eines Erwachsenen ungefähr 30 bis 40 Milliliter Sonnencreme – das entspricht etwa sechs Teelöffeln oder einer gut gefüllten Handfläche. Als Faustregel gilt: Für jeden Arm, jedes Bein, den Oberkörper vorne, den Rücken sowie Kopf und Hals jeweils eine Fingerlänge Sonnencreme auftragen. Wer deutlich weniger verwendet, erhält oft nur einen Bruchteil des angegebenen Schutzes.

Frühzeitig auftragen

Sonnenschutz 20 bis 30 Minuten vor der Exposition auftragen. Das Mittel kann in dieser Zeit «antrocknen» und sich dadurch besser auf der Haut halten. Die Aussage, dass die Produkte erst nach 20 bis 30 Minuten wirken, ist falsch. Sie wirken sofort – nur haben sie sich noch nicht auf der Haut «verfestigt» und werden durch Schwitzen oder Reiben leichter wieder abgetragen.

Regelmässig nachcremen

Das Sonnenschutzmittel hält nicht den ganzen Tag auf der Haut. Durch Abrieb oder Schwitzen lässt der Sonnenschutz nach. Deshalb ist es wichtig, alle freien Körperstellen mehrmals am Tag (je nach Aktivität 3- bis 4-mal) grosszügig einzureiben. Die meisten Personen verwenden zu wenig Sonnenschutzmittel.

Mindestens Sonnenschutzfaktor 30

Wer draussen arbeitet, muss darauf achten, dass er ein Schutzmittel (idealerweise eine Sonnencreme) mit einem Sonnenschutzfaktor (SPF) von mindestens 30, besser aber 50+ anwendet. Eine Sonnencreme zum Schutz vor UVA-Strahlen schützt am besten. Erkennbar ist es am UVA-Logo (siehe auch die Frage: Welche UV-Strahlen gibt es und was bewirken sie?) 

Sonnencreme wählen, die angenehm ist

Die beste Sonnencreme nützt wenig, wenn sie zu Hause im Schrank bleibt. Fachleute empfehlen deshalb, ein Produkt zu wählen, das sich angenehm auftragen lässt und zum eigenen Hauttyp passt. Ob mineralische oder chemische Filter, Lotion, Gel, Spray oder Creme: Entscheidend ist, dass die Sonnencreme regelmässig und in ausreichender Menge verwendet wird. Studien zeigen, dass Menschen Produkte, die sie als angenehm empfinden, häufiger und grosszügiger auftragen – und dadurch letztlich besser geschützt sind.

Kleidung bester Schutz

Kleidung schützt besser als Sonnencreme. Textilien mit dichter Webart schützen besser als Sonnencreme – tragen Sie bei Arbeiten in der prallen Sonne leichte, möglichst körperbedeckende Kleidung. Spezielle UV-Schutzkleidung mit dem Schutzfaktor UPF 50 lässt weniger als 2% der UV-Strahlen durch. Wichtig ist auch an eine schützende Kopfbedeckung. Ideal sind breitkrempige Hüte oder Kappen mit Nackenschutz.

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