
2025 leisteten 775 Jugendliche über 12’100 Einsatztage auf Schweizer Bauernhöfen.
Agriviva
Der gemeinnützige Verein gibt Jugendlichen von 14 bis 24 Jahren die Möglichkeit, auf einem der rund 450 Bauernhöfe einen authentischen Einblick in die Schweizer Landwirtschaft zu erhalten. Früher war dieser Einsatz als Landdienst bekannt.
Vereinheitlicht und digitalisiert
Agriviva gibt es bereits seit 80 Jahren. Dieses Jubiläum wurde dazu genutzt, die Vermittlung urbaner Jugendlicher mit der Landwirtschaft neu zu gestalten. Mit der neuen Webseite vereinheitlicht und digitalisiert Agriviva seine Vermittlungstätigkeit schweizweit. «Zentrale Datenbewirtschaftung ermöglicht der Geschäftsstelle, die regionalen Stellen gezielter zu unterstützen und Qualität systematisch zu sichern», heisst es in der Mitteilung des Vereins.
Was heisst das für die interessierten Bauernfamilien? Sie können ihren Betrieb auf der Website präsentieren und mit eigenen Kommunikationskanälen vernetzen. Jugendliche können Einsatzplätze anhand detaillierter Kriterien suchen, vergleichen und favorisieren – und so ihren persönlichen Wunscheinsatz finden. Dank der zentralen Datenbewirtschaftung kann die Geschäftsstelle die regionalen Stellen gezielter unterstützen, heisst es weiter.
Bewusstsein für Landwirtschaft stärken
Einsätze auf dem Bauernhof würden in Zeiten der Künstlichen Intelligenz (KI) an Bedeutung gewinnen, schreibt Agriviva. Viele Jugendliche müssten heute Überwindung aufbringen, einem Tier wie einer Kuh nahe zu kommen. «Diese Erfahrung mag für viele kein Alltag werden – sie schärft jedoch das Bewusstsein für Natur, Lebensmittelproduktion und die Bedeutung der Landwirtschaft für unsere Lebensqualität», so der Verein weiter.
Im vergangenen Jahr haben 775 Jugendliche das Angebot genutzt. Sie leisteten über 12'100 Einsatztage. Durchschnittlich verbrachten sie 15,5 Tage auf einem Betrieb, bei einem Durchschnittsalter von 16,5 Jahren.
Einblick in die Landwirtschaft mit Agriviva
Agriviva bringt Jugendliche auf landwirtschaftliche Betriebe und ermöglicht ihnen einen authentischen Einblick in das Leben auf dem Land. So entsteht Verständnis zwischen Stadt- und Landbevölkerung. Die Wurzeln von Agriviva reichen bis in die 1930er-Jahre zurück, als arbeitslose Jugendliche erste Landdienste leisteten. In der heutigen Form besteht der Verein seit 2009.