
Gewinnerinnen und Gewinner der Bio Gourmet Knospe 2026: v.l.n.r.: Mani Hirt, Stiftung Töpferhaus; Stefanie Gfeller, Schweikhof; Katja Dähler, Biofarm; Jonas Meier, Jonas Meier; Aurélia Studer, SWISSOJA; Christoph Gsell, MiAdelita; Maude Litzistorf und Julien Barbier, Domaine des Loyettes; Reto Lutz, bio-senf.ch; Eric Gugger, Gugger Gourmet.
Bio Suisse
Ob bei einem Glas Wein, einem Bier oder einem alkoholfreien Getränk: Kleine Häppchen gehören zur geselligen Runde dazu. Dabei beschränkt sich das Angebot nicht mehr nur auf Käse, Oliven oder Nüsse. Immer mehr innovative Bio-Betriebe entwickeln eigene Spezialitäten und bringen neue Ideen auf die Apéro-Teller.
Ideenreichtum
Wie vielfältig die Schweizer Bio-Branche arbeitet, zeigte die diesjährige Verleihung der Bio Gourmet Knospe von Bio Suisse. Zum 18. Mal wurden Produkte ausgezeichnet, die in den Bereichen Geschmack, Qualität und Verarbeitung überzeugen konnten. Insgesamt reichten 13 Betriebe 60 Produkte ein, heisst es in einer Mitteilung von Bio Suisse. Die Fachjury bewertete die Spezialitäten nach Kriterien wie Aussehen, Geruch, Aroma, Geschmack und Textur.
33 Produkte erhielten schliesslich die Auszeichnung Bio Gourmet Knospe (Noten 5 und 6). «Der Ideenreichtum, der auf den Bio-Knospe-Betrieben zu finden ist, war einmal mehr beeindruckend», sagte Bio-Suisse-Präsident Urs Brändli anlässlich der Verleihung.
Sechs Betriebe mit Höchstnote
Besonders überzeugen konnten sechs Betriebe, deren Produkte mit der Höchstnote 6 ausgezeichnet wurden. Darunter befinden sich sowohl kleinere Spezialitätenhersteller als auch etablierte Unternehmen aus verschiedenen Regionen der Schweiz.
Der Waadtländer Betrieb Le Ciel d’Axel überzeugte die Jury mit seinen «Champignons à l’Ail noir» und der «Crème d’Ail Noir». Die Kombination aus Pilzen und schwarzem Knoblauch zeigt, wie traditionelle Zutaten neu interpretiert werden können.
Auch die Biofarm Genossenschaft wurde ausgezeichnet. Ihre Flûtes mit Kümmel und Mais gehören zu den prämierten Apéro-Produkten und zeigen die Bedeutung regionaler Rohstoffe in der Bio-Verarbeitung.
Von Senf bis Räucherfisch
Zu den ausgezeichneten Betrieben gehört ebenfalls bio-senf.ch aus Zofingen AG. Der Honigsenf mit ganzen Senfkörnern überzeugte die Jury mit seinem ausgewogenen Geschmack und seiner besonderen Textur.
Die Freiburger Firma Gugger Gourmet SA erhielt die Bestnote für ihre «Moutarde à l’ancienne» sowie das Tomatenpüree mit getrockneten Tomaten und Knoblauch. Beide Produkte stehen für die Verbindung von handwerklicher Verarbeitung und intensiven Aromen.
Die Stiftung Töpferhaus aus Aarau AG erhielt die Höchstnote für ihre «Cracker Atlantik». Die soziale Institution verbindet damit handwerkliche Lebensmittelproduktion mit einem besonderen Bio-Angebot.
Auch Fischspezialitäten waren erfolgreich: Dyhrberg AG aus Balsthal wurde für den Rauchlachs aus Irland sowie geräucherte Schweizer Forellenfilets ausgezeichnet.
Qualität entscheidet über den Genuss
Jurypräsident und Sensoriker Patrick Zbinden betonte, dass nicht allein die Idee eines Produktes ausschlaggebend sei. «Entscheidend ist dabei nicht allein die Originalität einer Kreation, sondern vor allem ihre sensorische Qualität», sagte er. Ein Produkt müsse mit Aussehen, Duft, Geschmack und Textur überzeugen.
Die ausgezeichneten Bio-Apéro-Spezialitäten würden zeigen, dass Schweizer Bio-Betriebe nicht nur auf bewährte Produkte setzen, sondern mit Kreativität und handwerklichem Können neue Genussmomente schaffen.