Ballenberg inszeniert historischen Betrugsfall

Das Landschaftstheater Ballenberg bringt diesen Sommer die Geschichte des ersten Schweizer Versicherungsbetrugs auf die Berner Oberländer Bühne. In «Akte Zybach» erzählt Regisseur Simon Burkhalter vom Aufstieg und Fall eines seinerzeit weitum bekannten Mannes.

sda |

Vom 1. Juli bis zum 15. August wird das historische Grimseldrama im Freilichtmuseum Ballenberg aufgeführt, wie aus einer Mitteilung des Landschaftstheaters hervorgeht. Es handelt vom Wirten Peter Zybach, der sein Hospiz Mitte des 19. Jahrhunderts zur ersten Adresse für Reisende über den Pass macht. Er wird zu einem der einflussreichsten Männer der Region – bis er eine verhängnisvolle Entscheidung trifft.

Im Jahr 1852 lässt er das Hospiz in Brand stecken, da er befürchtet, sein Vertrag werde nicht verlängert. Die Sache fliegt auf und Zybach wird zunächst zum Tod verurteilt, dann aber begnadigt zu Kettenhaft und anschliessend 20 Jahre Landesverweis.

Die «Akte Zybach» wird auf dem Gelände unterhalb des Bauernhauses aus dem waadtländischen Villars-Bramard gezeigt, wie das Landschaftstheater weiter mitteilt. Neben den Schauspielern Daniel Bill und Reto Stalder wirkt ein über 25-köpfiges Laienensemble mit.

Freilichtinszenierungen gibt es im Freilichtmuseum Ballenberg seit 1991. Dieses Jahr werden über 16'000 Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet.

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