Ein Viertel der Getöteten im Schneesport geht auf Freerider zurück, aber auch beim Schneeschuhlaufen abseits der markierten Routen sterben immer wieder Menschen, wie eine Untersuchung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) zeigt. 15 Prozent verstarben auf gesicherten Abfahrten der Skigebiete. Zwischen 2014 und 2023 starben jährlich im Durchschnitt 34 Menschen beim Schneesport in der Schweiz.
BFU rät zu Vorsichtsmassnahmen
Die Hälfte aller tödlichen Schneesportunfälle ist auf Lawinen zurückzuführen, hiess es weiter. Viele Faktoren wie Schneeverhältnisse, Schneedeckenaufbau, Hangneigung, Wind und Temperatur spielen eine Rolle, weshalb es äusserst schwierig ist, die aktuelle Lawinengefahr richtig einzuschätzen.
Das BFU empfiehlt, sich einer lawinenkundigen Leitung anzuschliessen oder einen Lawinenkurs zu besuchen. Wichtig sei auch der richtige Umgang mit der Notfallausrüstung, bestehend aus einem Lawinenverschütteten-Suchgerät, Sonde und Schaufel. Ein Lawinenairbag senkt das Risiko, in einer Lawine zu sterben, zusätzlich.
85 % der tödlichen Schneesportunfälle ereignen sich abseits der Pisten. Dort braucht es
— Unfallverhütung (@bfu_ch) February 18, 2025
🎓 sehr gute Kenntnisse in Lawinenkunde
🧭 sorgfälltige Planung
📳 eine Notfallausrüstung mit LVS, Sonde und Schaufel
Ein Lawinenairbag bietet zusätzliche Sicherheit.https://t.co/CZhuhKuemj pic.twitter.com/8DfungvgAH
Weiter sollen Routen mit Vorsicht gewählt werden. Unterwegs zahlt sich defensives Verhalten aus, denn laut dem WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF lösen neun von zehn Verschütteten die Lawine selbst aus.
