
Schweizer Kirschen kommen vom Baum schnell in den Handel und sind somit besonders knackig.
Beatrice Ruettimann
2026 ist ein gutes Erntejahr. Der Schweizer Obstverband (SOV) erwartet rund 2400 Tonnen Kirschen, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Zudem zeichnen sich die hiesigen Früchte durch eine ausgezeichnete Qualität aus.
Die Saison ist im Vergleich zu anderen Früchten relativ kurz. Sie dauert von Anfang Juni bis Ende Juli. «Aktuell läuft die rund dreiwöchige Haupterntezeit, in der pro Woche zwischen 400 und 600 Tonnen geerntet werden», schreibt der SOV in einer Mitteilung.
Der Verband empfiehlt, auf vollständig ausgefärbte Früchte zu achten. Denn Kirschen reifen nach der Ernte nicht mehr nach und schmecken am besten, wenn sie frisch konsumiert werden. Lange Transportwege bekommen den empfindlichen Früchten nicht: Sie verlieren rasch an Festigkeit und Aroma. Schweizer Kirschen haben hier einen entscheidenden Vorteil. Wer Kirschen länger geniessen möchte, kann sie zudem zu Konfitüre, Sirup oder Saft verarbeiten.
Kirschen überzeugen auch inhaltlich. Sie enthalten Vitamin C und Folsäure sowie Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Gleichzeitig bestehen sie zu einem grossen Teil aus Wasser und liefern vergleichsweise wenig Kalorien. Damit sind sie ein erfrischender Snack für warme Sommertage.