
Das Rüebli ist die in Kultur bekannte Form der Möhre und gehört zur Familie der Doldenblütler. Die bei uns bekannte orangefarbene Kreuzungsform stammt vermutlich aus Kleinasien.
Jonas Ingold
Karotten enthalten Ballaststoffe, Mineralstoffe wie Kalium und verschiedene B-Vitamine. Für die typische Farbe sorgen vor allem Carotinoide wie Beta-Carotin, das in orangefarbenen Sorten reichlich vorkommt. Da Beta-Carotin fettlöslich ist, empfiehlt es sich, Rüebli in etwas Öl oder Butter zuzubereiten. Auch Zerkleinern und Garen verbessert die Aufnahme des sekundären Pflanzenstoffs.
Vitamin A
Der Körper kann Beta-Carotin bei Bedarf in Vitamin A umwandeln, das im Körper viele wichtige Aufgaben erfüllt. Es unterstützt unter anderem das Immunsystem und ist für den Sehvorgang unverzichtbar. Vitamin A wird unter anderem für den Sehfarbstoff Rhodopsin benötigt. Er ermöglicht es uns, auch bei schwachem Licht zu sehen.
Ein durch die Ernährung verursachter Vitamin-A-Mangel ist in in Industrieländern wie der Schweiz sehr selten. Er kann sich unter anderem durch Nachtblindheit bemerkbar machen. In Ländern mit Mangelernährung ist Vitamin-A-Mangel dagegen eine häufige Ursache für eine vermeidbare Erblindung im Kindesalter und erhöhte Kindersterblichkeit.
Nummer 1
Rüebli können damit zu einer ausreichenden Vitamin-A-Versorgung beitragen. Sie verbessern die Sehkraft jedoch nicht über das normale Mass hinaus – und sind auch kein nachgewiesener Schutz vor altersbedingten Augenerkrankungen.
Karotten sind durch die gute Lagerfähigkeit in der Schweiz das ganze Jahr hindurch erhältlich. Rüebli sind das beliebteste Gemüse der Schweiz und behaupten diesen Platz seit geraumer Zeit. Fast 7 Kilo pro Person verspeisen Schweizerinnen und Schweizer pro Jahr. 2024 haben unsere Gemüseproduzentinnen und Gemüseproduzenten mehr als 63’300 Tonnen Rüebli geerntet – daneben wurden nur rund 2’400 Tonnen Rüebli importiert.