24 Agrarpraktiker schliessen erfolgreich ab

24 Agrarpraktikerinnen und Agrarpraktiker EBA nahmen am Inforama Rütti in Zollikofen BE ihr Diplom entgegen.

Jonas Zbären |

Mit dem Klang von Treicheln begann die Diplomfeier der Agrarpraktikerinnen und Agrarpraktiker EBA. Um 19.30 Uhr zogen die Absolventinnen und Absolventen des Lehrgangs in den grossen Saal des Inforamas Rütti ein. Auf der Bühne stellten sie die Treicheln ab und nahmen Platz. Dario Principi, Leiter Team Attest-Lehre, begrüsste die Diplomierten und die Gäste.

Gut gerüstet

In seinem Grusswort lobte Marc Wyss, Leiter Fachbereich Grundbildung am Inforama, den Durchhaltewillen der jungen Berufsleute. Wer in der Landwirtschaft arbeite, wisse, wie wichtig eine gute Ausrüstung sei. «Aber die wichtigste Ausrüstung tragt ihr in euch selbst», sagte Wyss. In den vergangenen zwei Jahren hätten die Lernenden ihren persönlichen Rucksack mit Erfahrungen und Fähigkeiten gefüllt.

Dieser werde ihnen helfen, die Herausforderungen des Berufs zu meistern. Denn die Landwirtschaft richte sich nicht nach festen Arbeitszeiten: Einer Kuh sei es egal, ob Wochenende sei. Auch das Gras habe keinen Kalender zum Mähen, und das Wetter frage nicht um Erlaubnis.

«Menschen, die mit Freude arbeiten, die bewegen etwas.»

Marc Wyss, Leiter Fachbereich Grundbildung Inforama

Gleichzeitig verändere sich die Landwirtschaft in vielerlei Hinsicht laufend. Die Diplomierten wüssten nun, was hinter der Produktion von Lebensmitteln stecke und was es für Aufwand koste. «Ihr könnt Verantwortung übernehmen. Ihr seht nicht nur Probleme, sondern gehört zu denen, die auch Lösungen suchen», betonte Wyss. Er dankte den Familien, den Berufsbildenden und den Lehrpersonen. Den jungen Berufsleuten gab er mit auf den Weg: «Menschen, die mit Freude arbeiten, die bewegen etwas.»

Im Namen des Berner Bauernverbands (BEBV) gratulierte Co-Geschäftsführerin Leana Waber. Die Absolventinnen und Absolventen sollten den Abend geniessen und stolz auf das Erreichte sein. Landwirtschaft sei nicht nur ein Beruf, sondern werde oft als Berufung bezeichnet. Der Bauernverband setze sich auf verschiedenen Ebenen für die Berner Bauernfamilien ein. Seine Stimme sei jedoch nur stark, wenn sich viele Menschen engagierten. Waber legte deshalb den jungen Berufsleuten nahe, sich ebenfalls einzu­bringen.

Eine Diashow gab Einblick in die beiden Lehrjahre. Die Bilder zeigten die Vielfalt des Berufs: vom Melken und von der Arbeit mit Schweinen über das Fahren mit dem Heukran bis zu Düngen, Güllen und Futterernte.

Die Diplomübergabe

Dann folgte der Höhepunkt: die Übergabe der Diplome. Nacheinander traten die Absolventinnen und Absolventen der Klassen 2a, 2b und 2c auf die Bühne und erhielten von ihren Klassenlehrerinnen das Diplom. Jede Klasse wurde mit kräftigem Applaus gefeiert. Für musikalische Unterhaltung sorgten Larissa Ruch und Jannik Leuenberger mit ihren Örgeli.

Die Abschlussrede hielt Markus Schneider, Mitglied des Schulrats und Berufsbildner. «Mit Erhalt des Diploms tretet ihr aus einer intensiven Ausbildungszeit aus und fangt einen neuen Lebensabschnitt an», sagte Schneider. Während der Lehrzeit seien ihnen viele Aufgaben begegnet. Manche seien klar und strukturiert, andere anspruchsvoll und fordernd gewesen. Doch jede habe sie gestärkt.

Zum Abschluss lud Dario Principi die Diplomierten und Gäste zum Grillieren ein. Zudem konnten die Abschlussarbeiten besichtigt werden. Zu sehen waren beispielsweise ein selbst gebauter Wiesenstriegel, ein Käsehobel, eine selbstgebaute Treichel oder ein Hoftafelhäuschen.

Absolvent/-innen

Agrarpraktiker/in EBA:

Marcel Aeschlimann, Fankhaus (Trub); Sven Badertscher, Schlosswil; Joel Tobias Berger, Härkingen; Janik Bürki, Eggiwil; Nick Christeler, Lenk im Simmental; Luca Fankhauser, Schangnau; Christoph Griessen, Zweisimmen; Lukas Daniel Huber, Brenzikofen; Janis Jenni, Eggiwil; Leon Junker, Kappelen; Florian Käser, Rüeggisberg; Maurin König, Zuzwil BE; Tobias Krähenbühl, Oberhünigen, Carmen Nyffeler, Huttwil; Thomas Rolli, Kehrsatz; Rebecca Schiffmann, Steffisburg; Roman Schläfli, Hinterfultigen; Simon Schmutz, Zimmerwald; Lukas Schwarz, Adelboden; Jesse Sommer, Gohl, Tobias Stettler, Rüedisbach, Stefan Strahm, Eggiwil, Adrian Zürcher, Aeschau; Michael Zwahlen, Oberbütschel

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