
Norbert Jenal (l. Regie) und Blaise Hofmann (Autor) drehen einen Dokumentarfilm über die Schweizer Landwirtschaft.
zvg
Die Schweizer Landwirtschaft befindet sich im Umbruch. Während über Tierwohl, Nachhaltigkeit und Preise diskutiert wird, geraten jene, die täglich in Stall und Feld arbeiten, zunehmend unter Druck. Der Dokumentarfilm «Die Kuh im Dorf lassen», der seit April 2026 in Produktion ist, widmet sich dieser komplexen Realität und bringt sie ab Anfang 2027 in die Kinos.
Wie die Elite Film AG mitteilt, basiert der Film auf dem gleichnamigen Bestseller des Westschweizer Autors und Winzers Blaise Hofmann, der kurz vor den Bauernprotesten 2024 erschienen ist und eine landesweite Debatte auslöste. Der «Schweizer Bauer» hat darüber berichtet (-> «Die Kuh im Dorf lassen»). Regisseur Norbert Jenal begleitet Landwirtinnen und Landwirte aus allen vier Sprachregionen und zeichnet ein vielschichtiges Bild einer Branche zwischen Tradition und Strukturwandel.
Film macht Spannungsfelder sichtbar
Sinkende Einkommen, wachsende Bürokratie und steigende Anforderungen an Umwelt- und Tierstandards prägen den Alltag vieler Betriebe. Gleichzeitig klafft die Kluft zwischen Stadt und Land weiter auseinander. In urbanen Räumen wird intensiv über nachhaltigen Konsum debattiert, im Einkaufswagen landet jedoch oft das günstigste Produkt. Der Film macht dieses Spannungsfeld sichtbar, ohne zu urteilen.
Im Zentrum stehen persönliche Geschichten von Menschen, die neue Wege suchen, um ihre Unabhängigkeit zu bewahren, und die sich zunehmend als Landschaftspflegerinnen und -pfleger wiederfinden. «Die Kuh im Dorf lassen» setzt dabei bewusst auf Nähe und Emotion. Kino, so Autor Hofmann, ermögliche es, die bäuerliche Welt nicht nur rational, sondern vor allem emotional erfahrbar zu machen.
Produziert wird der gesamtschweizerisch angelegte Dokumentarfilm in Koproduktion mit SRF und SRG SSR. Die Dreharbeiten dauern bis Herbst 2026.