Wie Landschaftspflege die Landwirtschaft stärkt

Die Pflege wertvoller Kulturlandschaften ist nicht nur ästhetisch wertvoll, sondern bildet auch die Grundlage für eine nachhaltige Bewirtschaftung. Im Jahr 2025 unterstützte die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz lokale Projekte mit einem namhaften Betrag.

pd/ome |

Sei es der Erosionsschutz durch Trockenmauern, der Windfang durch Alleen oder das Gen-Reservoir durch Obstgärten. Die Schweizer Kulturlandschaft zeugt von Generationen landwirtschaftlicher Arbeit. Ohne das Engagement vor Ort würden diese Strukturen zerfallen und die Bewirtschaftung erschweren. Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL-FP) fördert daher gezielt Projekte, bei denen naturnahe Nutzung und Biodiversität Hand in Hand gehen.

«Neben grösseren und kleineren Projekten in den Kantonen Tessin, Graubünden, Uri, Neuenburg, Bern, Jura, St. Gallen und Waadt erhielten auch Ausstellungen, Publikationen und Bildungsaktivitäten mit Landschaftsbezug einen Unterstützungsbeitrag», teilt die SL-FP mit. Auch um die Funktionsfähigkeit und Biodiversität der Agrarlandschaften zu sichern unterstützte die SL-FP Projekte mit 878'000 Franken.

Drei Beispiele zeigen, wie Landwirtschaft und Landschaftsschutz profitieren:

Val-de-Ruz NE: Vitalisierung der Agrarstrukturen

Im Tal zwischen Neuenburg und La Chaux-de-Fonds steht die Verjüngung des Baumbestandes im Fokus. Insbesondere die für die Region typischen Alleen und Obstgärten am Dorfrand werden revitalisiert. Zudem werden historische Brunnen und Wege saniert, was nicht nur das Landschaftsbild prägt, sondern auch die Infrastruktur für die lokale Bewirtschaftung aufwertet.

Calanda GR: Schutz für Vieh und Weide

Der Burgenverein Untervaz saniert am Calandamassiv eine monumentale, 2,2 km lange Trockenmauer aus dem Jahr 1889. Für die Berglandwirtschaft ist dieses Bauwerk essentiell. Es dient als klare Begrenzung der Weideflächen und gleichzeitig als lebenswichtige Absturzsicherung für das Vieh im steilen Gelände. Damit bleibt wertvolles Alpgebiet sicher nutzbar.

Gambarogno TI: Erhalt von Sorten und Nutzbauten

In der Region Gambarogno setzen sich die Bürgergemeinden (Patriziati) für die nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Wälder und Felder ein. Das Projekt umfasst die Restaurierung einer historischen Mühle in Indemini sowie eines Alpgebäudes. Parallel dazu werden alte Obstsorten erhalten und Lebensräume für das Birkhuhn verbessert, um die biologische Vielfalt auf den Alpen zu sichern.

×

Schreibe einen Kommentar

Kommentar ist erforderlich!

Google Captcha ist erforderlich!

You have reached the limit for comments!

Das Wetter heute in

Lesershop

Hier gehts zum Lesershop

Umfrage

Habt Ihr die Weidesaison begonnen?

0 % Ja, diese Woche
0 % Ja, schon letzte Woche oder früher
0 % Nein, aber bald
100 % Nein, noch lange nicht

Teilnehmer insgesamt 2

Zur aktuellen Umfrage

Bekanntschaften

Suchen Sie Kollegen und Kolleginnen für Freizeit und Hobbies? Oder eine Lebenspartnerin oder einen Lebenspartner?