Die Landfrauen stehen wieder am Herd. Katrin Kissling aus Rickenbach SO zeigt in der Sendung, dass sie nicht nur gut kochen kann, sondern auch im Alltag ein Tausendsassa ist.
Noch nie habe ich bei einer Folge der Landfrauenküche so viel gelacht, wie bei der von dieser Woche. Bei Katrin Kissling aus Rickenbach SO, ihrem Mann Stefan und ihren fünf Kindern geht es einfach fröhlich zu und her.
Da wird aus dem Abwasch am Abend kurzerhand eine Hüttenparty gemacht und
während dem Kochen für die Landfrauen, kommt Katrin sogar dazu mit ihren Liebsten
einen Jass zu klopfen. Dass Katrin ein Tausendsassa ist, merken die Zuschauer
aber bereits vor dem Kochen beim Rückblick auf ihre Woche.
Dachssalbe und Pauke
Katrin ist nämlich einerseits Mitglied im Gemeinderat von
Rickenbach und in dabei Vorsteherin vom Bauressort. Daneben macht sie aber auch
noch bei der ältesten, berittenen Artilleriemusik der Schweiz mit. Dabei gibt
sie ganz vorne, hoch zu Ross, den Takt an.
Sie spielt Pauke. Und weil sie dafür
beide Hände braucht, lenkt sie das Pferd mit den Füssen. Aber das ist noch
nicht alles. Sie stellt auch noch selber Salbe aus Dachsfett her, mit der
überrascht sie dann auch die Landfrauen, und ist wie schon erwähnt Mutter von
fünf Kindern.
So geniesse ich jede Sekunde von der Sendung und muss dabei
immer wieder an Christine Bühler, die abtretende Präsidentin des
Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbandes (SBLV) denken.
Wie oft habe
ich sie sagen hören, dass die Bäuerinnen den Mut haben sollten, in die
Öffentlichkeit zu gehen und Ämter zu übernehmen. Ich glaube, dass sie mit
Frauen wie Katrin sehr zufrieden ist.
Käseflan und
Zebu-Filet
Katrin ist aber nicht nur in ihrem Alltag ein Tausendsassa,
sondern auch als Köchin für die Landfrauen. Zur Vorspeise serviert sie ihren
Gästen ein Käseflan mit Randensalat, zum Hauptgang gibt es ein Filet vom
Zeburind mit Wirsing und Knöpfli (diese hat Katrin mit gerösteten Haselnüssen
verfeinert) und zum Dessert serviert sie den Landfrauen einen Solothurner
Liebesbrief mit Zwetschgen-Parfait.
Ich schlüpfe fast in den Fernseher hinein,
weil ich das Essen auch so gerne probieren würde, und auch die Landfrauen
zeigen sich angetan vom feinen Menü und loben Katrins Kochkünste.
Während Katrin in der Küche mit ihrem Mann und ihren
Töchtern wie bereits erwähnt beim Jassen ist, sind auch die Landfrauen in der
Stube unsagbar ausgelassen und spielen eine Liebeszene aus dem Film Titanic
nach. Ich glaube, Katrins Fröhlichkeit hat sich auch auf sie übertragen.
Liebesbriefe für die
Landfrauen
Und obwohl bereits Vorspeise und Hauptgang gut bei den
Landfrauen angekommen sind, ist es dann wohl das Dessert mit den Liebesbriefen,
das bei den Landfrauen am allermeisten Eindruck macht. Erstens sieht es
wunderschön aus.
Zweitens hat sich Katrin viel Mühe gemacht und jeder Landfrau
einen kleinen, handgeschriebenen Liebesbrief auf den Teller gelegt. Von dieser
hübschen, liebenswerten Idee bin auch ich vollkommen begeistert. Und sollte ich
in Zukunft einmal in einer stressigen Situation sein, nehme ich mir vor, wie
Katrin zu sein und immer fröhlich und aufgestellt zu bleiben.
P.S. Sollte jemand von den Leserinnen und Lesern schlechte
Laune haben oder sich gerade nicht so motiviert fühlen, dann empfehle ich Ihnen
die Sendung mit Katrin zu schauen. Danach fühlt man sich erfrischt und voller
Tatendrang!
Was Yvonne Heinzer aus Muotathal SZ ihren Gästen kochen wird, erfahren die Zuschauer am 28. Dezember 2018 um 20.05 Uhr, wenn es wieder heisst «SRF bi de Lüt – Landfrauenküche».