Raum und Mut für Innovation

Digitalisierung in der Landwirtschaft betrifft mehr als eine Branche. Die Visionen gehen zum Teil sehr weit.

Digitalisierung in der Landwirtschaft betrifft mehr als eine Branche. Die Visionen gehen zum Teil sehr weit.

Am 18. Oktober  veranstaltete die Standortinitiative «digitalswitzerland» den 1. Swiss Agritech & Food Industry Event an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich. Ein Manifest zuhanden des Wirtschaftsdepartementsvorstehers Schneider-Ammann wurde erarbeitet und verabschiedet.

Für die breite Öffentlichkeit wurde im Anschluss ein Roundtable-Gespräch  organisiert. Hans Jöhr von Nestlé stellte klar: «Wir müssen weltweit denken, die digitalen Möglichkeiten eröffnen uns da neue Wege.» Dem pflichtete Syngenta-CEO Erik Frywald bei: «Landwirte haben viel Einfluss. Sie können beim Bekämpfen des Welthungers mit modernen Landwirtschaftsmethoden mithelfen.»

Eine Stufe tiefer diskutierte Martin Keller, CEO der Fenaco: «Wir müssen heute einen Weg einschlagen, Mutig sein und in neue Ideen investieren. Wir werden erst in 20 Jahren sehen, welche Ideen sich bewährt haben.» Die beiden Start-up-CEOs in der Diskussionsrunde lobten die im Vergleich zu anderen Ländern sehr einfache und transparente Bürokratie in er Schweiz. Auf Stufe des Landwirts in Feld und Stall war Pascal Gutknecht vertreten, Gemüseproduzent aus dem Freiburger Seeland: «Wir müssen bei der Ausbildung den Hebel ansetzen. Die Themen wandeln sich schnell, und der Unterrichtsstoff hat sich nur sehr wenig diesen neuen Bedingungen angepasst.»

Ein anwesender Student der ETH Zürich fasste es nach der Veranstaltung  passend zusammen: «Wir brauchen Leute und Konzerne mit den Visionen für die grossen Schritte, und ebenso brauchen wir die Leute im Feld für die kleinen, die echten Schritte rund um die Digitalisierung.»

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