Für den Titel «Starkuh» standen sehr schöne und korrekte Kühe wie die Siegerin zur Auswahl. Das Rennen machte Sissi.
Am alljährlichen Auftakt der emmentalischen Schautätigkeit an der Emmentaler Starparade in Langnau waren zum Teil bereits bekannte Kühe anzutreffen. Einzelne konnten an vergangene Erfolge anknüpfen oder diese wiederholen, andere mussten sich geschlagen geben, was beweist, dass im Emmental proaktiv Viehzucht betrieben wird und dass eine breite Spitze in den Startpflöcken steht.
Die rund 130 Kühe und 30 Rinder, die sich an der Starparade vor vollen Zuschauerrängen präsentieren durften, haben bereits eine Vorselektion aus rund 300 Tieren auf fünf Schauplätzen durchlaufen.
Starke Gegnerinnen
Hans und Res Staub, Eriswil, waren erneut mit der letztjährigen Stareuterkuh Incas Haway am Start. Nachdem sie sich bereits am Vormittag gegen typstarke Kühe in der sehr ausgeglichenen Kategorie zwölf zu behaupten wusste, meisterte sie am Nachmittag ihre starken Gegnerinnen und gewann dank ihres hoch angesetzten und stark beaderten Traumeuters den Stareutertitel zum zweiten Mal.
Für die Ausmarchung um den Titel Starzüchter stellten Staubs die korrekt, auf trockenem und feinem Fundament aufgebaute Incas Helena an die Seite ihrer Halbschwester, der alten und neuen Stareuterkuh Haway. Mit diesem homogenen Paar aus der Sektion SF setzten sich Hans und Res Staub gegen starke Konkurrenz durch und konnten den Pokal in Empfang nehmen.
Kopf-an-Kopf-Rennen
Die Siegerin bei den Allstar-Kühen wurde durch das Expertenteam Paul Hirsbrunner, Zollbrück, Sektionen RH/ HO, Adrian von Känel, Aeschi, SI/SF, Teuscher Michael, Lütschental, Richter Rinder sowie Anita von Grünigen als Publikumsvertreterin im Punkteverfahren gewählt. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Big River Savard Tarisha sammelte schlussendlich Gratgerber’s Kalinka am meisten Punkte. Die Nemo-Tochter aus der Sektion RF konnte damit den Pokal in den Stall von Walter Gerber, Signau, bringen.
Für den Titel «Starkuh» standen schlussendlich sehr schöne und korrekte Kühe wie die Siegerin aus der Kategorie 6 Ueli Aschlimann’s Girl, Hans Maurer’s Melitta, Kategorie 10, Staub’s Incas Haway, Kategorie 13, sowie Güdel’s Savard Sissi, Kategorie 13, zur Auswahl. Paul Hirsbrunner meisterte seine Aufgabe kompetent und entschied sich für die Savard-Tochter Sissi; Besitzer Fritz Güdel, Leimgraben, Kaltacker. Der Richter begründete seinen Entscheid damit, dass Sissi den TypRH in allen Details verkörpere.
Mit den Siegen von Sissi sowie Helena und Haway haben zwei der am meisten eingesetzten Stiere, Savard und Incas, ihre Präsenz in Langnau einmal mehr eindrücklich markiert.
Die Jungzüchter konnten in Langnau mit 30 Rindern in 3 Kategorien antreten. Die Kategorie 1 entschied Jürg Stalder, Eggiwil, mit der Acme-Tochter Enzian RF, für sich. In der Kategorie 2 konnte Adrian Baumgartner mit Baumi’s Absolute Ulonia, RH, den Sieg für sich verbuchen. Die Kategorie 3 gewann Jonas Zürcher, Arni, mit seiner Manhattan Cassandra, SF. Mit viel Spannungen traten die Jungzüchter zur Wahl der Rindermiss an.Den Titel gewann schlussendlich Baumi’s Absolute Ulonia von Adrian Baumgartner, Biembach dank einem sehr korrekten Fundament.
Eine Ehre
Zusammenfassend für die Starparade sei hier der Richter Adrian von Känel zitiert: «Es ist bereits eine Ehre und eine Anerkennung für die tagtägliche Züchterarbeit, hier an der Starparade antreten zu können, gewinnen kann immer nur einer.» Er bedankte sich für die professionelle Präsentation der Tiere und dafür, dass keine Kühe mit extremem Euterdruck aufgeführt wurden.