
Aebi Schmidt Group schliesst 2025 mit starkem Auftragseingang ab.
Aebi
Der Umsatz des an der New Yorker Börse Nasdaq kotierten Unternehmens mit Sitz in Frauenfeld stieg gemäss den vorläufigen und noch ungeprüften Zahlen um 2 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar (1.47 Mrd. Fr.). Der Auftragseingang legte um 22 Prozent zu und hob den Auftragsbestand auf über 1,2 Milliarden Dollar (929 Mio. Fr.) per Ende Jahr an.
Wachstum auch 2026 erwartet
Der bereinigte operative Gewinn (adjusted EBITDA) verbesserte sich den Angaben zufolge deutlich und dürfte leicht über der Mitte des Zielkorridors von 145 bis 165 Millionen Dollar (112 bis 127 Mio. Fr.) zu liegen kommen. Die definitiven Ergebnisse legt der Industriebetrieb mit rund 6000 Mitarbeitenden am 19. März vor.
Für 2026 stellt Aebi Schmidt schonmal einen Umsatz von 1,95 bis 2,05 Milliarden Dollar (1,51 bis 1,59 Mrd. Fr.) und einen adjusted EBITDA von 175 bis 195 Millionen Dollar (135 bis 151 Mio. Fr.) in Aussicht. Der hohe Auftragsbestand dürfte sich vor allem im zweiten Halbjahr in Umsatz niederschlagen, wie es heisst. Aebi Schmidt will zudem seine Verschuldung im Verhältnis zum operativen Gewinn (EBITDA) bis Ende 2026 auf unter das Zweifache senken. ««Unsere Strategie stimmt. Das zeigen der Rekordauftragsbestand und der aussergewöhnlich hohe Auftragseingang Ende 2025», sagt Konzernchef Barend Fruithof.
Verantwortung an Team abtreten
Im Zuge der abgeschlossenen Übernahme des US-Nutzfahrzeugherstellers Shyft Group wird der Verwaltungsrat wie angekündigt an der Generalversammlung 2026 verkleinert. Spuhler, langjähriger Verwaltungsrat und seit 2006 Hauptaktionär, verzichtet dabei auf eine Wiederwahl. Der bisherige Präsident Jim Sharman und Verwaltungsrat Paul Mascarenas treten ebenfalls nicht mehr an.
«Aebi Schmidt steht heute auf einem starken Fundament – mit einem klaren strategischen Kurs, einem rekordhohen Auftragsbestand und einem Team, dem ich volles Vertrauen schenke», wird Peter Spuhler in der Mitteilung zitiert. «Es ist der richtige Zeitpunkt, die Verantwortung vollständig an dieses Team abzutreten.»
Spuhler bleibt langfristiger Ankeraktionär
Der Verwaltungsrat nominiert Konzernchef Barend Fruithof zum neuen Präsidenten. Für die Position als Vizepräsidentin ist Terri Pizzuto vorgesehen, und als Lead Independent Director Andreas Rickenbacher, der ehemalige Berner Regierungsrat. Spuhler soll Ehrenpräsident werden. 2006 hatte er die Mehrheit an der Aebi-Gruppe übernommen, ein Jahr später vollzog Peter Spuhler die Fusion mit Schmidt – und legte damit den Grundstein für den heutigen Konzern. Aebi Schmidt entwickelte sich von einem mittelständischen Schweizer Hersteller zu einem börsenkotierten Konzern von Spezialfahrzeugen mit einem Jahresumsatz von 1,9 Milliarden Dollar und rund 6'000 Mitarbeitenden.
Spuhler will dem Unternehmen als Ankeraktionär «langfristig» verbunden bleiben. Barend Fruithof sagt: «Sein Beitrag zur Entwicklung von Aebi Schmidt bleibt untrennbar mit der Geschichte des Unternehmens verbunden. Der Verwaltungsrat ernennt Spuhler deshalb zum Ehrenpräsidenten.»