Autonomes Fahren: Schnelles Internet ist Basis

Im letzten Frühling wurde das neue Mobilfunknetz 5G vorgestellt. Nur damit kann in Zukunft autonom gefahren werden.

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Im letzten Frühling wurde das neue Mobilfunknetz 5G vorgestellt. Nur damit kann in Zukunft autonom gefahren werden.

Voraussichtlich im Jahr 2020 wird das neue Mobilfunknetz 5G in Betrieb gehen. Es hat eine zirka 100-fach grössere Datenübertragungsrate und eine zirka 1000-fache Kapazität gebenüber dem aktuellen 4G.

«Das ist schön», werden Sie denken: «Doch was hat das mit mir zu tun?» Nur zum Surfen im Internet braucht es in der Tat nicht unbedingt noch grössere Datenübertragungsraten, insbesondere, da auch das gut ausgebaute Schweizer Mobilfunknetz mit 4G noch immer Reserven hat. Jedoch im Hinblick auf autonom fahrende Fahrzeuge ist der neue Mobilnetzstandard 5G elementar. So muss die Kommunikation zwischen den einzelnen Fahrzeugen praktisch in Echtzeit erfolgen. Zum Beispiel, wenn ein vorausfahrendes Fahrzeug das nachfolgende Fahrzeug vor einem schwer einsehbaren Hindernis warnt oder aus irgend einem Grund eine Notbremsung einleiten muss.

Oder aber auch auf einer verstopften A1 am Freitagabend, wo man die Fahrzeuge mit geringem Abstand und mit hoher Geschwindigkeit fahren lassen kann. Dementsprechend müssen die Fahrzeuge darum nicht nur miteinander, sondern auch mit einer zentralen Leitstelle gekoppelt sein, die diesen Ablauf koordinieren kann. Obwohl das Verkehrsaufkommen auf Schweizer Feldern nicht so dramatisch ist, wird sich die Landwirtschaft bzw. die autonom arbeitenden Landmaschinen dem schnellen Datenaustausch nicht entziehen können. Denn so macht diese Entwicklung nur Sinn, wenn sie erstens unbeaufsichtigt arbeiten und nötigenfalls auch eine Parzelle selbstständig wechseln kann.

Die verschiedenen Stufen der Automatisierung

Die Fahrzeug-Automatisierung kann in verschiedene Stufen eingeteilt werden. Dazu hat die Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU folgendeÜbersicht erstellt:

Stufe null: Der Fahrer fährt. Kein eingreifendes Fahrzeugsystem ist aktiv.
Stufe eins: Assistiert. Der Fahrer steuert das Auto und übernimmt die Orientierung zum Ziel hin (Längsführung) oder bleibt in der Spur (Querführung). Das System übernimmt die jeweils andere Funktion.
Stufe zwei: Teilautomatisiert. Der Fahrer muss das System dauerhaft überwachen. Das System übernimmt Längs- und Querführung in einem spezifischen Anwendungsfall.
Stufe drei: Hochautomatisiert. Der Fahrer muss das System nicht mehr dauerhaft überwachen. Er muss aber potenziell in der Lage sein, die Führung zu übernehmen. Das System übernimmt Längs- und Querführung in einem spezifischen Anwendungsfall. Es erkennt Systemgrenzen und fordert den Fahrer zur Übernahme mit  Zeitreserve auf.
Stufe vier: Vollautomatisiert: Im spezifischen Anwendungsfall ist kein Fahrer mehr erforderlich. Das System kann im spezifischen Anwendungsfall alle Situationen automatisch bewältigen.
Stufe fünf: Von Start bis Ziel ist kein Fahrer erforderlich. Das System übernimmt die Fahraufgabe vollumfänglich bei allen Strassentypen, in allen Geschwindigkeitsbereichen und Umweltbedingungen.

Die Technik der heutigen Autos ist auf dem Stand der Stufen null und eins. bfu

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