Die Angst vor möglichen Zollbarrieren und weiteren Handelsbeschränkungen in Folge des Brexit treibt offenbar auch die britische Nachfrage nach dänischer und deutscher Landtechnik an.
Medienberichten zufolge sind die Ausfuhren von Acker-, Lager- und Stalltechnik aus dänischer Herstellung ins Vereinigte Königreich im Jahr 2018 wertmässig auf rund 600 Mio. Euro (684 Mio. Fr.) gestiegen. Das waren etwa 14 % mehr als im Jahr zuvor.
Nach Einschätzung des Direktors vom Verband der dänischen Landtechnikindustrie, Claus Hermansen, dürfte dahinter die Sorge vieler Abnehmer und Zwischenhändler stehen, dass mit dem möglichen ungeregelten Ausscheiden Grossbritanniens aus der Europäischen Union zollbedingte Engpässe bei der Lieferung neuer Waren entstehen könnten. Ähnlich wie bei anderen Gütern dürften die Branchenakteure daher zum Teil auf Bevorratung setzen.
Auch die deutsche Landtechnikindustrie konnte im vergangenen Jahr Zuwächse beim Export ins Vereinigte Königreich verbuchen. Laut Angaben des Fachverbandes Landtechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) lagen die deutschen Ausfuhren dorthin 2018 wertmässig bei mehr als 664 Mio. Euro (757 Mio. Fr.), was einem Plus von gut 4% zum Vorjahr entsprach.
Insgesamt hätten Händler und Endkunden in den vergangenen Monaten nochmals kräftig investiert, so der Verband. Hinsichtlich der Lage nach einem potentiellen „harten Brexit“ sind ihm zufolge jedoch keine Prognosen möglich.