Trotz schwieriger Situation am Weltmarkt kann der deutsche Landtechnikhersteller Claas den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 0,4 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro (4,11 Mrd. Fr.) steigern. Für 2016 zeigt sich die Claas-Leitung vorsichtig optimistisch.
Claas, einer der international führenden Landtechnikhersteller, konnte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2014/2015 (per 30. September) um 0,4 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro steigern. "Dies trotz rückläufigem Markt mit Landmaschinen", sagte Lothar Kriszun, Sprecher der Claas-Konzernleitung, am Montag bei der Bilanz-Pressekonferenz in Düsseldorf.
Mit einem Ergebnis vor Steuern von 158 Millionen Euro (Vorjahr 155 Millionen Euro) erreichte der Hersteller aus Harsewinkel laut eigenen Angange erneut eine Umsatzrendite von 4,1 Prozent.
Rückgang beim Jahresüberschuss
Beim Jahresüberschuss verbuchte Claas einen Rückgang von 6,5 Prozent auf 105,7 Millionen Euro (114 Mio. Fr.). Im zweiten Jahr in Folge musste Claas zudem Wertberichtigungen für sein Werk in Russland vornehmen. Nach 50 Millionen im Vorjahr waren das im nun abgelaufenden Geschäftsjahr Abschreibungen von rund 20 Millionen Euro.
Mehr Mitarbeiter
Die weltweite Mitarbeiterzahl stieg zum 30. September 2015 auf 11'535 (Vorjahr: 11'407) an. Gründe dafür sind vor allem der Personalaufbau in China und der Ausbau der weltweiten Vertriebsaktivitäten. Der Zuwachs in den letzten beiden Jahren beträgt damit fast 20 Prozent. In Deutschland beschäftigt Claas 5250 Mitarbeiter.
Weiterhin rückläufiger Weltmarkt erwartet
Die Investitionen in Forschung und Entwicklung blieben mit 203 Millionen Euro (Vorjahr: 212 Millionen Euro) weiter auf sehr hohem Niveau.
Für das aktuelle Geschäftsjahr 2016 rechnet Claas mit einer stabiles Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis, jedoch nochmals mit einem rückläufigen Gesamtweltmarkt.