Landmaschinenkonzern sieht keine Trendwende

Der Land- und Baumaschinenkonzern CNH Industrial kämpft weiterhin mit rückläufigen Gewinnen. Zwar konnten im vierten Quartal 2025 die Umsätze leicht gesteigert werden, eine nachhaltige Trendwende bleibt jedoch aus.

AgE |

Der italienisch-amerikanische Land- und Baumaschinenkonzern CNH Industrial verzeichnet weiterhin sinkende Gewinne. Auch im letzten Quartal 2025 konnte keine grundlegende Trendwende erreicht werden, immerhin erholten sich die Umsätze leicht. Das zeigen die am 17. Februar vorgelegten Geschäftszahlen.

Zölle wirken sich negativ aus

Von Oktober bis Dezember 2025 wurden konsolidierte Erlöse von rund 5,16 Mrd. US-Dollar erzielt. Umgerechnet entspricht dies rund 4,64 Mrd. Franken. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 6 %. Der Nettogewinn belief sich auf 89 Mio. US-Dollar (rund 80 Mio. Franken). Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag dieser noch bei 176 Mio. US-Dollar (rund 158 Mio. Franken).

In der Agrarsparte, zu der Marken wie Case IH, New Holland, Steyr, Iveco und Magirus gehören, stiegen die Nettoverkäufe im vierten Quartal 2025 um 5 % auf 3,60 Mrd. US-Dollar (rund 3,24 Mrd. Franken). Der Konzern führt dies auf gestiegene Preise und positive Währungseffekte zurück.

Das bereinigte Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) der Agrarsparte erreichte 233 Mio. US-Dollar (rund 210 Mio. Franken), was einem Rückgang von 5 % entspricht. Laut CNH Industrial wirkten sich unter anderem Zölle negativ aus.

Deutliche Absatzrückgänge in wichtigen Märkten

Den Konzernangaben zufolge gingen die Verkäufe von Traktoren mit mehr als 140 PS in Nordamerika im Berichtsquartal um 31 % zurück. Bei weniger stark motorisierten Schleppern betrug das Minus 14 %, bei Mähdreschern 16 %.

In Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) lag die Nachfrage nach Traktoren um 8 % unter dem Vergleichszeitraum, während bei Mähdreschern ein Zuwachs von 40 % registriert wurde. In Südamerika kämpfte CNH sowohl bei Traktoren als auch bei Mähdreschern mit sinkender Nachfrage. Der Rückgang bei den Erntemaschinen fiel mit 39 % nahezu fünfmal so hoch aus wie bei den Traktoren.

Trübe Jahresbilanz

Insgesamt musste CNH Industrial im Jahr 2025 spürbare Einbussen hinnehmen. Der konsolidierte Umsatz sank um 9 % auf 18,10 Mrd. US-Dollar (rund 16,29 Mrd. Franken).Der Nettogewinn brach um 60 % auf 505 Mio. US-Dollar (rund 455 Mio. Franken) ein. In der Agrarsparte summierten sich die Nettoverkäufe auf 12,39 Mrd. US-Dollar (rund 11,15 Mrd. Franken), nach 14,01 Mrd. US-Dollar (rund 12,61 Mrd. Franken) im Jahr 2024.

Das bereinigte EBIT der Sparte lag mit 772 Mio. US-Dollar (rund 695 Mio. Franken) um 47 % unter dem Vorjahresniveau.

Gedämpfte Erwartungen für 2026

Auch die Aussichten für 2026 fallen verhalten aus. In der Agrarsparte wird erwartet, dass die Nettoverkäufe das Vorjahresniveau erreichen oder um bis zu 5 % darunterliegen könnten.

Die Landwirte seien weiterhin mit einer schwierigen Marktdynamik konfrontiert, darunter tiefe Erzeugerpreise, hohe Betriebsmittelkosten und fehlende Planungssicherheit im Handel, so CNH Industrial. Entsprechend rechnet der Konzern mit einem weiteren Nachfragerückgang nach Landtechnik in Nordamerika, während für die Region EMEA eine gewisse Stabilisierung erwartet wird.

Dem will das Unternehmen unter anderem mit einer Produktion auf tieferem Niveau und einer Verbesserung der Kosteneffizienz begegnen. Für 2027 prognostiziert CNH Industrial wieder eine anziehende Nachfrage nach Landtechnik.

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