
Mit dem Modell Crystal setzte Zetor in den 1960er-Jahren neue Massstäbe.
zvg
Am 15. März 2026 jährt sich zum 80. Mal der Moment, als in Brünn die ersten drei Zetor‑Traktoren des Typs Z 25 vom Band liefen. Damit begann die Geschichte einer Marke, die sich von den Anfängen der Nachkriegszeit zu einem weltweit bekannten Namen in der Traktorenindustrie entwickelt hat.
In acht Jahrzehnten durchlief Zetor technologische, wirtschaftliche und agrarische Umbrüche, blieb seinen Grundwerten dabei jedoch stets treu. Wie das Unternehmen mitteilt, sind dies robuste Konstruktionen, eine einfache Bedienung und eine hohe Praxistauglichkeit.
Von den Anfängen zur Vereinheitlichung
Der Z 25 entstand unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg als Antwort auf den dringenden Bedarf an Landmechanisierung. Noch in den 1950er Jahren begann der Export in zahlreiche Länder und Zetor wurde zu einem Symbol tschechoslowakischer Ingenieurskunst. Anfang der 1960er Jahre folgte mit der vereinheitlichten Baureihe UR I ein wichtiger Schritt zu einer moderneren Konstruktion und effizienteren Fertigung.

Das erste Modell Z 25 entstand kurz nach dem Zweiten Weltkrieg als Antwort auf den Bedarf an einer schnellen Mechanisierung der Landwirtschaft.
zvg
Das Prinzip der Komponentenvereinheitlichung wurde zu einem Markenzeichen. Ende der 1960er Jahre ergänzte die Reihe UR II das Programm: stärkere Traktoren für anspruchsvollere Einsätze. Mit dem Modell Crystal setzte Zetor schliesslich neue Massstäbe. Es war einer der ersten Traktoren der Welt mit Sicherheitskabine und einem aussergewöhnlich niedrigen Geräuschpegel, heisst es in der Mitteilung.
Wachstum, Wandel und neue Generationen
In den 1970er Jahren erlebte Zetor seine grösste Expansion. Jährlich wurden Zehntausende Traktoren gebaut und in Dutzende Länder exportiert. Zudem wurde der erste Sechszylindermotor mit 160 PS vorgestellt. Nach 1989 modernisierte das Unternehmen sein Programm grundlegend, um sich den neuen Marktbedingungen anzupassen.

Seit den 2000er-Jahren prägt auch die Baureihe Proxima das Bild von Zetor.
zvg
Seit den 2000er Jahren prägen die Baureihen Proxima, Forterra, Major und Crystal das moderne Gesicht der Marke. Seit 2002 ist die slowakische HTC Holding Eigentümerin von Zetor. Wie das Unternehmen mitteilt, werden Zetor-Traktoren heute in über hundert Ländern auf allen Kontinenten eingesetzt.
Aktuelle Entwicklung und Zukunft
Zetor richte seine Produktion zunehmend auf Effizienz, Qualität und Kundennähe aus. Dabei stehen hochwertige europäische Komponenten, Bedienkomfort und Betriebssicherheit im Mittelpunkt. Die Serie deckt die Leistungsklasse von 100 bis 130 PS ab. Mit der im Jahr 2025 eingeführten Serie 6 präsentierte Zetor eine neue Traktorengeneration auf aktuellem technologischem Niveau.

Die neue Traktorengeneration von Zetor entspricht dem aktuellen technologischen Stand.
zvg
Für nicht emissionsregulierte Märkte werden fünf weitere Modellreihen gefertigt: Compax, Hortus, Major, Super und VST Zetor 5011. Die Produktion in Indien stärke dabei die Präsenz in den historischen Absatzregionen.
Das Unternehmen begeht sein Jubiläum vom 12. bis 15. April auf der Brünner Agrimesse «AgriShow». Dort werden historische Zetor-Traktoren gemeinsam mit der neuen Serie 6 präsentiert.