
Der Bereich Landwirtschaft ist bei Deutz – gemessen am Umsatz – eher von geringer Bedeutung.
zvg
Nach einem kräftigen Umsatzrückgang von 26 % im Jahr 2024 hat sich die Landtechniksparte des deutschen Motorenherstellers Deutz im Geschäftsjahr 2025 wieder etwas erholt. Laut dem am Donnerstag (26.3.) vorgelegten Geschäftsbericht legten die Erlöse im Agrarsegment gegenüber dem Vorjahr um 9,7 % auf 205,9 Mio. Franken (216,7 Mio. Euro) zu.
Auch beim Auftragseingang kam das Unternehmen gut voran; hier erhöhte sich das Volumen im Anwendungsbereich Landwirtschaft um 4,2 % auf insgesamt 198,0 Mio. Franken (208,3 Mio. Euro).
Schwächeres zweites Halbjahr
Richtig gut lief es für die Deutz-Agrarsparte allerdings nur im ersten Halbjahr 2025 mit einem Umsatzanstieg von 16 %. Schon im dritten Quartal lagen die Erlöse um 11,4 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im vierten Quartal wurde sogar ein Minus von 12,5 % verzeichnet. Grosse Sprünge gab es beim Auftragseingang. Hier wurde in der ersten Jahreshälfte noch ein Zuwachs von 15,3 % verbucht; dem folgte im dritten Quartal ein kräftiger Rückgang um 50 %. Mit einer Erholung um 6,6 % endete das vierte Quartal.
Der Bereich Landwirtschaft ist bei Deutz – gemessen am Umsatz – eher von geringer Bedeutung. Er zählt zum Segment Engines & Services, wo er 2025 etwa 11,6 % zu den dortigen Einnahmen von 1,768 Mrd. Franken (1,861 Mrd. Euro) beitrug. Der Anteil an den gesamten Erlösen des Konzerns lag im vergangenen Jahr bei 10,6 %.
Konzernumbau zahlt sich aus
Auf Konzernebene erzielte Deutz trotz eines anhaltend schwachen Marktumfelds im klassischen Motorengeschäft deutliche Zuwächse bei Umsatz und Auftragseingang. Die Gesamterlöse beziffert das Unternehmen auf 1,942 Mrd. Franken (2,044 Mrd. Euro); damit wurde das Vorjahresergebnis um 12,7 % übertroffen.
Beim Auftragseingang wurde eine Summe von 1,974 Mrd. Franken (2,078 Mrd. Euro) erreicht, das waren 13,7 % mehr als 2024. Unter dem Strich stand ein bereinigtes Ergebnis von 106,7 Mio. Franken (112,3 Mio. Euro), nach 72,9 Mio. Franken (76,7 Mio. Euro) im Vorjahr. Die bereinigte EBIT-Rendite betrug 5,5 %.
Ausblick des Managements
«In einem anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfeld mit grossen konjunkturellen Herausforderungen im Motorengeschäft haben wir eines der besten Ergebnisse der jüngeren Unternehmensgeschichte erzielt», erklärte Konzernchef Sebastian Schulte.
Der konsequente Konzernumbau zahlt sich aus seiner Sicht aus. Ziel sei es, den Umsatz bis 2030 auf 4 Mrd. Euro zu verdoppeln und dabei die bereinigte EBIT-Rendite auf 10 % zu steigern, so Schulte. Dazu setzt Deutz seit Anfang 2026 auf fünf organisatorisch eigenständige Geschäftsbereiche, die den jeweils unterschiedlichen Anforderungen Rechnung tragen sollen.