
Laut Angaben des Schweizer Mutterkonzerns Bucher Industries haben höhere Betriebskosten, Sorgen um die Verfügbarkeit von Dünger, ungünstige Wetterbedingungen sowie anhaltende politische Unsicherheiten die Investitionsbereitschaft der Landwirte weiter beeinträchtigt.
Kuhn
Nach einer starken Vorbestellsaison der Landmaschinenhändler im zweiten Halbjahr 2025 war die Nachfrage beim weltweit tätigen Agrartechnikhersteller Kuhn Group in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2026 verhalten.
Laut Angaben des Schweizer Mutterkonzerns Bucher Industries haben höhere Betriebskosten, Sorgen um die Verfügbarkeit von Dünger, ungünstige Wetterbedingungen sowie anhaltende politische Unsicherheiten die Investitionsbereitschaft der Landwirte weiter beeinträchtigt. Das habe eine umfassendere Erholung des Agrartechniksegments gehemmt. Stabil sei das Ersatzteilgeschäft geblieben.
Auftragseingang deutlich rückläufig
Das eingetrübte Investitionsklima schlug sich dem Konzern zufolge deutlich beim Auftragseingang nieder. Dieser sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21 % auf 329 Mio. Franken (352 Mio. Euro). Dank des höheren Auftragsbestandes zu Jahresbeginn konnte der Umsatz von Kuhn – gestützt durch das Europageschäft – jedoch währungsbereinigt um 2,6 % zulegen.
Der Auftragsbestand verminderte sich um 10,5 % auf 229 Mio. Franken (245 Mio. Euro). Unter dem Strich fiel das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) mit 54 Mio. Franken (58 Mio. Euro) rund 12 % kleiner aus als in der Vergleichsperiode.
Ausblick bleibt verhalten
Die Betriebsgewinnmarge lag mit 8,8 % unter dem Niveau der Vorjahresperiode von 9,9 %, vor allem aufgrund einer starken Unterauslastung in Brasilien sowie gestiegener Personal- und Materialkosten. Kuhn arbeitet dem Mutterkonzern zufolge in den auf Ackerbau ausgerichteten Produktionsstandorten weiterhin daran, die Kostenstrukturen an das Marktumfeld anzupassen.
Die Milch- und Viehwirtschaft habe sich hingegen trotz des sinkenden Milchpreises resilienter gezeigt. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet der Konzern in der Kuhn-Gruppe mit einem stabilen Umsatz auf vergleichbarer Basis. Die Betriebsgewinnmarge soll auf Vorjahresniveau liegen.