Liebherr und Deutz kooperieren enger

Der Baumaschinen- und Kühlgeräte-Hersteller Liebherr Machines Bulle hat mit dem deutschen Motorenbauer Deutz einen Kooperationsvertrag für den weltweiten Vertrieb von Dieselmotoren unterzeichnet. Damit werden rund 50 Stellen geschaffen.

Der Baumaschinen- und Kühlgeräte-Hersteller Liebherr Machines Bulle hat mit dem deutschen Motorenbauer Deutz einen Kooperationsvertrag für den weltweiten Vertrieb von Dieselmotoren unterzeichnet. Damit werden rund 50 Stellen geschaffen.

Der geplante Serienanlauf für die Dieselmotoren ist für 2019 vorgesehen, wie das Freiburger Unternehmen in einem Communiqué vom Donnerstag schreibt.

Tausende von Motoren pro Jahr


In einer ersten Phase würden in Bulle jährlich hundert zusätzliche Motoren produziert, sagte Ugo Pfenninger vom Produktmarketing der Liebherr-Gruppe auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. In vier bis fünf Jahren dürften es Tausende sein.

Mit dem Vorhaben wird vor allem in der Produktion zusätzliches Personal benötigt, wie Firmendirektor Claude Ambrosini gegenüber den Zeitungen «La Liberté» und «La Gruyère» sagte. Laut Pfenninger sind bereits rund fünfzig Stellen für Mechaniker und Polymechaniker ausgeschrieben. Die Zahl dürfte aber noch steigen. Die Motoren werden laut Mitteilung für die Emissionsstandards der EU, der USA sowie China entwickelt und werden den künftigen gesetzlichen Abgasvorschriften entsprechen.

Langjährige Partner

Die beiden Unternehmen Liebherr und Deutz arbeiten bereits seit vielen Jahren zusammen. Motoren von Deutz kommen in mehreren Liebherr-Baumaschinen zum Einsatz, darunter in Mobil- und Raupenbaggern, Teleskopladern und Betonpumpen. Das deutsche Unternehmen beschäftigt über 3600 Personen und erwirtschaftet einen Umsatz von 1,26 Milliarden Euro.

Liebherr Machines Bulle ist Teil der Liebherr-Gruppe und entwickelt und produziert Diesel- und Gasmotoren, Einspritzsysteme sowie Hydraulikkomponenten und Pumpenverteilergetriebe. Am Freiburger Standort sind mehr als 1250 Mitarbeiter beschäftigt, wovon rund 150 temporär angestellt sind. Im Jahr 2016 steigerte die Betriebsstätte seinen Umsatz gegenüber Vorjahr um einen Drittel auf 306 Millionen Franken.

Die global tätige Liebherr-Gruppe mit Hauptsitz in Bulle, welche zu 100 Prozent in Familienbesitz ist, erwirtschaftete im Jahr 2016 rund 9 Milliarden Euro. Mit über 130 Gesellschaften zählt sie rund 42'300 Mitarbeiter.

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