
Die Pöttinger Landtechnik GmbH ist ein seit 1871 in der Landtechnik tätiges Familienunternehmen aus Grieskirchen in Oberösterreich mit Fokus auf Ackerbau, Grünland und Digitaler Landtechnik.
Pöttinger
Nach dem Rekordjahr 2022/23 mit 641 Mio. Euro (605 Mio. F.) Umsatz und darauffolgenden Rückgängen (461 Mio. Euro 2024/25 (435 Mio. Fr.)) zeigt die Kurve nun wieder nach oben. Im Geschäftsjahr 2025/26 betrug der Umsatz 485 Mio. Euro (457 Mio. Fr.), was einem Plus von 5 Prozent entspricht. Erfreulich sei die Entwicklung im Bereich der Grünlandtechnik. «Die Marktanteile bleiben auf hohem Niveau und konnten bei Heugeräten und Ladewagen sogar ausgebaut werden», teilt das Unternehmen mit.
Exportquote von 90 Prozent
Bei einer seit vielen Jahren stabilen Exportquote von rund 90 Prozent gehören Frankreich und Deutschland zu den wichtigsten Exportmärkten. Unabhängig davon wurden überdurchschnittliche Zuwächse im Vergleich zu Vorjahresperiode im Heimmarkt Österreich erarbeitet.
Trotz anhaltender geopolitischer Herausforderungen blickte Gregor Dietachmayr, Sprecher der Geschäftsführung, bis vor einigen Wochen optimistisch in die Zukunft: «Die Märkte bleiben anspruchsvoll, dennoch sahen wir erste Anzeichen einer Stabilisierung. Durch die Trockenheit in beinahe allen europäischen Ländern und die daraus resultierenden Mindererträge in der Landwirtschaft wird sich die Situation verändern.» Mi Investitionen in Innovation, Digitalisierung, neue Produkte und Dienstleistungen soll der Wachstumskurs abgesichert werden.
Das Unternehmen brachte mehrere neue Maschinen auf den Markt: Die pneumatische Aufbausämaschine Aerosem M, die Fronttank-Sämaschine Aerosem F und der Synkro-Universalgrubber. Im Bereich der Grünlandtechnik kam die Schwadablage für das Novacat-V-Mähwerk auf den Markt. Bei den Ladewagen gab es zwei Neuheiten: Der Profi 5000 als leistungsstarkes, leichtzügiges Modell der Rotorklasse und der Förderschwingenladewagen Boss 5000.
Fünf Werke
Pöttinger produziert an fünf Standorten. Zwei Werke befinden sich in Österreich (Grieskirchen und St. Georgen bei Grieskirchen), je eines in Deutschland (Bernburg), Tschechien (Vodňany) und Italien (San Vito al Tagliamento). Das Unternehmen beschäftigt 2100 Mitarbeitende, wovon 1173 in Österreich, 407 in Tschechien, 208 in Deutschland, 76 in Italien und 217 in den weiteren Pöttinger-Niederlassungen tätig sind.
Der Ausbau des globalen Ersatzteil-Logistikcenters in Taufkirchen soll Versorgung mit mit Verschleiss- und Ersatzteilen sicherstellen. Die Bauarbeiten starteten im März 2026 und sollen bis Dezember 2026 abgeschlossen sein. Zusätzliche 3000 m2 Hallenfläche erhöhen die Kapazitäten, eine vierte Gasse im automatischen Kleinteilelager (AKL) schafft 10’000 zusätzliche Lagerplätze. Auch das Palettenlager wird erweitert: Künftig stehen 17 statt zehn Reihen zur Verfügung.