Der dänische Starco-Konzern wird auch die restlichen Anteile an der Schweizer Räderfabrik Schaad in Subingen übernehmen. Geplant ist die Komplettübernahme auf 2014.
«Die Firma Starco aus Dänemark beteiligt sich mit 20 Prozent an der Schweizer Räderfabrik Schaad in Subingen». Diese Meldung ging im November 2007 durch die Landwirtschaftspresse. Mittlerweile sind mehr als fünf Jahre vergangen. In dieser Zeit hat Starco den Anteil am Schweizer Doppelräder-Spezialisten und weltweiten führenden Anbieter auf diesem Segment auf heute 80 Prozent erhöht.
Zu 100 Prozent
«Auf nächstes Jahr ist geplant, dass Starco auch noch die restlichen 20 Prozent übernehmen wird und so zum 100-prozentigen Eigentümer von Schaad wird», sagt Sven Holmes. Der 37-jährige Maschineningenieur aus England ist seit Januar 2012 Geschäftsführer der Firma Starco Schaad. Dies nachdem bekannt wurde, dass niemand aus der Familie Schaad die Firma im solothurnischen Subingen weiterführen wollte. Die beiden Gründer der Räderfabrik Schaad, Fritz und Ruedi Schaad, haben mit dem dänischen Räder- und Reifenspezialisten Starco eine Nachfolgelösung gefunden.
Grosses Potential
«Starco will mit Schaad in die Zukunft und hat in den Standort Subingen bereits 250'000 Franken investiert», sagt Sven Holmes. Befürchtungen, dass Starco die Produktion von Subingen ins Ausland verlegen könnte, müsse man nicht haben.
Zwar sei der Standort Schweiz teuer und im Starco-Werk in Kroatien könnte wesentlich billiger produziert werden. Doch so lange die Firma effizient sei und Qualität produziere, habe man eine Chance am internationalen Markt, der ein grosses Potenzial birgt. «Der Markt für Sonderräder in Europa beträgt rund 200'000 Stück pro Jahr, und Schaad produziert etwa 5000 davon», sagt Holmes. Da liege also schon noch etwas drin.
Zu Starco
Die Starco-Gruppe mit Hauptsitz in Galten (Dänemark) ist in Europa einer der grössten Anbieter von Reifen, Schläuchen, Felgen und Kompletträdern für Erstausrüster sowie für die Ersatzteilversorgung. Zum Lieferprogramm gehört ein umfangreiches Angebot vom kleinsten Schubkarrenreifen bis hin zum grossen Landwirtschafts- und Industriereifen. Starco ist überall dort tätig, wo die grossen (Reifen-)Hersteller kein Interresse zeigen. Gegründet wurde Starco 1961. Heute ist das Familienunternehmen weltweit an über 30 Standorten tätig und erzielte 2012 mit 650 Mitarbeitern einen Umsatz von 150 Millionen Euro. Eigentümer und CEO ist Peer Ejilersgaard, der Starco in der 2. Generation leitet.
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