
In der vorgegebenen Zeit mussten Sandro Amrhein anspruchsvolle Aufgaben in den Bereichen Hydraulik, Elektronik, Motoren und mechanische Antriebe lösen.
SwissSkills/Michael Zanghellini
Sandro Amrhein aus Balterswil TG holte an den Weltmeisterschaften als Baumaschinenmechaniker die Goldmedaille. «Ich freue mich riesig über die Goldmedaille. Nach diesen intensiven Wettkampftagen fühlt sich dieser Titel einfach unglaublich an», sagt der frisch gebackene Weltmeister im Skill «Heavy Vehicle Technology», der seine Ausbildung bei der Kuhn Schweiz AG in Lommis TG absolviert hat.
1400 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer
Die Teilnehmenden wurden während vier Wettkampftagen auf Herz und Nieren geprüft, wie der Fachverband Agrotec Suisse in seiner Mitteilung schreibt. In der vorgegebenen Zeit mussten sie anspruchsvolle Aufgaben in den Bereichen Hydraulik, Elektronik, Motoren und mechanische Antriebe lösen.
Dabei seien nicht nur technisches Wissen und handwerkliches Geschick gefragt gewesen, sondern auch eine sorgfältige Arbeitsweise, ein gutes Zeitmanagement sowie die Fähigkeit, unter Druck präzise zu arbeiten. Die Berufsweltmeisterschaften finden alle zwei Jahre an jeweils wechselnden Austragungsorten statt. In Shanghai traten in 64 Berufen rund 1400 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer aus über 60 Ländern gegeneinander an.
Intensive Vorbereitungen
An der Seite von Sandro Amrhein stand laut Agrotec Suisse während dem Wettkampf stets sein Trainer Martin Schär. «Die beiden verbindet eine besondere Beziehung: Schär war bereits während Amrheins Ausbildung sein Lehrmeister und begleitete ihn anschliessend auf dem anspruchsvollen Weg an die WorldSkills», erklärt der Verband, der zusammen mit der Stiftung SwissSkills Amrheins Teilnahme an den Weltmeisterschaften verantwortet.
«Sandro hat in den vergangenen Monaten mit grossem Einsatz, viel Disziplin und ausserordentlichem Engagement auf dieses Ziel hingearbeitet. Es freut mich sehr zu sehen, dass sich diese harte Arbeit ausbezahlt hat. Ich bin stolz auf seine Entwicklung und darauf, dass ich ihn auf diesem Weg als Trainer begleiten durfte», lässt sich Martin Schär in der Mitteilung von Agrotec Suisse zitieren.
Viermal Gold
Mit seinem Erfolg an den WorldSkills 2026 unterstreiche Sandro Amrhein das hohe Niveau der Schweizer Berufsbildung und zeige eindrücklich, dass Schweizer Fachkräfte auch auf internationaler Bühne zur Weltspitze gehören. Seine offizielle Rückkehr in die Schweiz ist für den 30. September geplant. In Zürich wird er gemeinsam mit der Schweizer Delegation feierlich empfangen.
Drei weitere WM-Titel gingen an Ian Hofer aus Turbenthal ZH und Cyrill Koller aus Rossrüti SG in der Kategorie «Industry 4.0», an Hotel-Kommunikationsfachfrau Fina Niebergall aus Zürich und an den Sanitärinstallateur Matthias Steiner aus Lyssach BE. Mit viermal Gold, zweimal Silber und sechsmal Bronze beendete die Schweiz den Wettbewerb als bestes Team Europas.