Trump senkt Zölle für Landtechnik

Gute Nachrichten für die europäische Landtechnikbranche: Die von US-Präsident Donald Trump Anfang der Woche angekündigten Änderungen am Zollregime senken die Belastung für Produkte ausländische Hersteller deutlich. Der bislang geltende Zollsatz von 25 Prozent wird auf 15 Prozent reduziert.

Hintergrund sind die sogenannten Sonderstrafzölle nach Section 232, die die US-Regierung auf Importe von Stahl, Aluminium und Kupfer sowie auf daraus hergestellte Folgeprodukte erhebt. Dazu werden auch Landtechnikprodukte gezählt. Die Massnahmen werden mit dem Schutz der nationalen Sicherheit begründet.

Laut einer am 1. Juni veröffentlichten Mitteilung des Weissen Hauses soll die Zollsenkung dazu dienen, diesen vermeintlichen Bedrohungen «wirksamer zu begegnen, Investitionen in die amerikanische Landwirtschaft, den Wohnungsbau und das verarbeitende Gewerbe anzukurbeln sowie die Produktion entsprechender Produkte in den Vereinigten Staaten zu fördern».

Beobachtern zufolge dürfte allerdings auch eine Rolle gespielt haben, dass die US-Handelspolitik die Inflation antreibt: Einfuhrzölle werden vom Importeur und nicht vom Exporteur gezahlt. Der Zollaufschlag für Traktoren, Mähdrescher und Schneidemaschinenerhöht den Kaufpreis für US-Farmer entsprechend.

Die Zölle nach Section 232 sind grundsätzlich getrennt vom US-EU-Handelsabkommen,auch bekannt als Turnberry-Deal, zu betrachten. In dem im vergangenen Jahr in Schottland vereinbarten Abkommen wurde festgelegt, dass für die meisten europäischen Warenein US-Zollsatz von maximal 15 Prozent gelten soll. Von dieser Regelung ausgenommen sind jedoch Produkte, die unter die Section-232-Massnahmen fallen. Die Europäische Union hatte diese Ausnahme stets kritisiert und die Zölle als ungerechtfertigt bezeichnet.

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