
Der 16-jährige Tüftler Jonas Holenstein bei der Übersaat mit seinem Gerät.
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Über zehn Hektaren hat Jonas Holenstein auf dem elterlichen Landwirtschaftsbetrieb im sankt-gallischen Stein mit seiner selbst konstruierten Maschine bereits bestellt. Sechs weitere im überbetrieblichen Einsatz. Und es sollen noch mehr werden. «Ich bekam weitere Anfragen, ob ich die Maschine ausleihen oder für andere einsäen respektive striegeln würde», erzählt der 16-Jährige.
Aus alt wurde neu
Die diesjährige Sommertrockenheit setzte den Wiesen und Weiden auf dem Bergbauernhof der Familie Holenstein im Obertoggenburg arg zu. Aus diesem Grund entschied sie sich für eine Übersaat. Da dies im teils steilen Gelände auf über 1000 Meter ü. M. mit einer herkömmlichen Maschine nicht möglich ist, musste eine Lösung her: Der Sohn Jonas, der im August seine Ausbildung zum Landwirt begonnen hat, baute eine Sämaschine als Anbaugerät für einen Motormäher der Marke Aebi CC36. Das mit der Unterstützung von Christian Tschumper, der in Nesslau SG die Landtechnikwerkstatt Agrotech AG führt.

Die selbst konstruierte Sämaschine am Aebi-Einachser.
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«Ich wollte etwas herstellen, das in der Praxis taugt», sagt der angehende Landwirt und ergänzt: «Mein Ziel war, die Grasnarbe als Bodenvorbereitung erst zu striegeln.» Mit Winkeleisen und den Zinken eines Bandheuers schweisste der Tüftler das Gerät zusammen. Er erzählt, dass er besonders darauf geachtet habe, die Zinken schön versetzt anzubringen. Und dass die Gewichtsverteilung ebenso wie der Flansch, also die Verbindung für den Anbau an den Einachser, hätten passen müssen. «Christian Tschumper hatte die Glanzidee, dafür Zapfwellenprofilreste zu verwenden», so der Lernende Landwirtschaft.
Gut bewährt
Auf das Konstrukt kam ein Samenstreuer aus dem Fundus der Landmaschinenwerkstatt, elektrisch angetrieben über den Einachsmäher. «Die Maschine hat sich im praktischen Einsatz erfreulich gut bewährt», erzählt der Auszubildende.
Nicht zuletzt, weil sich das Gerät gut dem Boden anpasse. «Unser Ziel ist, auf unseren Flächen wieder einen solchen Pflanzenbestand zu erreichen, wie wir ihn vor der Trockenheit in diesem Sommer hatten», sagt der Bauernsohn. Es ist nicht die erste Maschine, die Jonas Holenstein gebaut hat. Als Projektarbeit im neunten Schuljahr fertigte er eine Ballenspitz-Kombination.
Leseraufruf
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