
Durch die Erstellung einer digitalen Stallkarte navigiert er ohne Bodensensoren präzise und erkennt Hindernisse zuverlässig.
Sveaverken
Die Kommission hat 176 Neuheiten-Anmeldungen aus allen Sachgebieten nach strengen Kriterien analysiert und die Gewinner bestimmt. Die Jury vergab 4 Gold- und 27 Silbermedaillen. Zwei Innovationen erhielten zusätzlich den Animal Welfare Award.
Bisher Sensortechnik
Die Reinigung von Spaltenböden in Rinderställen wird bereits seit einigen Jahren durch den Einsatz von Robotik automatisiert, um eine kontinuierliche Reinigung möglichst aller Bewegungsbereiche sicherzustellen. «Dies trägt nicht nur zur Reduzierung des Arbeitsaufwands bei, sondern wirkt auch positiv auf Tierwohl und Tiergesundheit und reduziert darüber hinaus auch die negativen Umweltwirkungen wie Geruchs- und die Ammoniakemissionen aus der Milchviehhaltung», schreibt die Jury.
Bisher orientieren sich die meisten Reinigungsroboter mithilfe von Ultraschallsensoren oder in den Boden eingelassenen Sensoren. Diese Art der Installation ist mit baulichem Aufwand verbunden und beeinträchtigt die Struktur des Bodens.
Roboter erstellt digitale Karte
Der «Sveaverken Glide Flo» setzt bei der Orientierung hingegen auf die LiDAR-Technologie. Mithilfe eines dreidimensionalen Scans erfasst der Roboter seine Umgebung und erstellt eine digitale Karte des Stalls, die ihm zur Orientierung dient. Dadurch kann auf zusätzliche Bodensensoren verzichtet werden.
Da die Umgebung bei jeder Fahrt erneut erfasst wird, profitiert das System von einer verbesserten Hinderniserkennung und einer höheren Genauigkeit bei der Erkennung kleinerer Objekte. «Dies erhöht sowohl die Betriebssicherheit als auch die Flexibilität im täglichen Einsatz», hält die Jury fest.
Der «Sveaverken Glide Flo» stelle damit eine wesentliche Weiterentwicklung gegenüber herkömmlichen Reinigungsrobotern dar und leistee somit einen wichtigen Beitrag zu einer weiteren intelligenten Automatisierung moderner Milch- und Rindviehbetriebe, begründet die Jury ihre Wahl.