Am EU-Schlachtrindermarkt herrschen relativ stabile Marktverhältnisse. Das Angebot fällt in den meisten Ländern überschaubar aus, trifft aber auf eine ruhige Nachfrage.
In Deutschland gestaltet sich der Markt für männliche Rinder etwas freundlicher als im weiblichen Bereich. Der Schlachtkuhmarkt präsentiert sich regional sehr unterschiedlich.
Teilweise wird von grösseren Stückzahlen gesprochen, anderenorts sind die Tiere weiterhin knapp. Die Schlachtunternehmen machen aber dementsprechend etwas Druck und fordern Abschläge, berichtet die Rinderbörse.
Trockenheit regionale Auswirkungen
In Österreich normalisiert sich das Angebot bei den Jungstieren und steht einem ausgeglichenen Markt gegenüber. Die Preise sind weiterhin stabil. Das Angebot an Schlachtkühen steigt etwas gegenüber den Vorwochen, vor allem im Westen kommen etwas mehr Kühe zur Vermarktung.
Regional dürfte auch die Trockenheit eine Auswirkung dafür sein, dass Kühe vorzeitig zur Vermarktung kommen.
Preisabschläge bei mageren Schlachtkühen
Druck herrscht vor allem bei mageren Schlachtkühen, hier werden Preisabschläge gefordert. Während die Basispreise stabil notieren, konnte bei den Fett-1-Abschlägen zu Redaktionsschluss noch keine Preiseinigung mit allen Schlachthöfen erzielt werden.
Bei Schlachtkälbern gestaltet sich das Angebot rückläufig bei einer normalen Nachfrage, die Preise gehen hier leicht nach oben.
Preise
Die Österreichische Rinderbörse rechnet diese Woche bei der Vermarktung von Jungstieren der Handelsklasse R2/3 erneut mit einem Preis von 4,18 Franken (4,29 Euro)/kg Schlachtgewicht.
Für Kalbinnen werden wiederum 4 Franken (4,10) Euro/kg erwartet und auch die Notierung für Schlachtkühe soll mit 3,69 Franken (3,79 Euro)/kg unverändert bleiben.
Für Schlachtkälber wird mit einem etwas höheren Preis von 5,99 Franken (6,15 Euro)/kg kalkuliert. Die angegebenen Basispreise sind Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen. (Schluss)
