
Schweizer Eier bleiben vor Ostern knapp
Jonas Ingold
Laut Kükenstatistik lagen die Legeküken-Schlüpfe bis Kalenderwoche 5 unter dem Vorjahr, besonders im konventionellen Bereich. Gleichzeitig würden Legehennen vermehrt länger als ein Jahr gehalten. Diese Tiere lieferten zwar weiterhin Eier, doch entspreche deren Qualität nicht immer den Anforderungen für Schaleneier, sodass mehr Ware in die Verarbeitung fliesse. Frische Eier für Nachfragespitzen wie Ostern fehlten entsprechend.
Die Produktionsprognosen bewegten sich zwar auf Vorjahresniveau, liessen jedoch kaum Spielraum für Mehrbedarf, heisst es weiter. Eine Ausdehnung der Inlandproduktion sei kurzfristig kaum möglich, bestehende Kunden würden prioritär beliefert. Bis Ostern seien weitere Kürzungen wahrscheinlich, auch im Biosegment. Die Lager für Färbeeier seien tief, Verarbeitungseier blieben knapp und müssten teilweise importiert werden.
Auch in Europa sei das Angebot eingeschränkt. Vogelgrippe, Herdenwechsel und Strukturwandel begrenzten die Mengen, die Preise lägen über jenen des Vorjahrs. Zusätzliche Importe, etwa aus der Ukraine, dämpften zwar punktuell, änderten aber nichts an der insgesamt knappen Versorgungslage vor Ostern, so Gallo Suisse.