A: Strafzölle setzen Schweinebauern unter Druck

Die von China verhängten, sogenannten Antidumpingzölle auf Schweinefleisch aus der Europäischen Union bringen die österreichischen Schweinebauern unter Druck. Durch die Handelsbeschränkungen wird derzeit kaum Schweinefleisch in die Volksrepublik exportiert, was das Warenangebot auf dem EU-Markt erhöht.

aiz |

Das wiederum lässt seit September die Preise einbrechen, wie Franz Rauscher, Obmann des Verbands Schweinehaltung Österreich, im Gespräch mit der APA erklärte.

Auch Richtung Österreich ströme durch die Zölle mehr Schweinefleisch aus Europa. Die heimischen Schweinebauern seien daher zur Reaktion gezwungen, wollen sie ihre Produkte weiter im eigenen Land anbringen. «Wenn man die Preise nicht anpasst, wird man überrollt», schildert Rauscher die Lage. «Unsere Kreisläufe von der Ferkelproduktion bis zur Mast würden ohne Preissenkungen einfach zusammenbrechen.»

Die von der Volksrepublik verhängten Zölle sind seit 10. September in Kraft. Der Schritt erfolgte als Reaktion auf europäische Tariferhöhungen für chinesische E-Autos. Die Einfuhrzölle für Schweinefleisch aus Europa betragen zwischen 15,6 und 62 Prozent. China nahm europäischen Produzenten bisher vor allem Nebenprodukte wie Schweinsohren, -Pfoten oder -Schwänze ab. Nach Angaben der EU beliefen sich die europäischen Schweinefleisch-Exporte nach China im vergangenen Jahr auf mehr als zwei Milliarden Euro (1,86 Mrd. Fr.).

Besonders zu kämpfen haben nun grosse Schweinefleisch-Exportländer wie Spanien, die Niederlande oder Dänemark. Aber auch österreichische Exporteure, die direkt nach Asien liefern, sind zusätzlich zu den Auswirkungen auf Preise und Märkte unmittelbar von den Zöllen betroffen. Für die Landwirte komme erschwerend hinzu, dass sie besonders hohe Produktionsstandards einzuhalten hätten, was sie in einer Lage wie jetzt gegenüber anderen Ländern weniger konkurrenzfähig mache, so Rauscher.

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