Appenzeller: Absatz stabil, Produktion gedrosselt

Das vergangene Jahr war für den Appenzeller-Käse herausfordernd. Der Absatz stabilisierte sich auf dem Vorjahresniveau. Die Produktionsmenge ging hingegen deutlich zurück.

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Der Appenzeller gehört zu den bekannteren Käsesorten der Schweiz. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 8353 Tonnen abgesetzt, fast gleich viel wie 2024 (–0,1 %, –5 Tonnen). «Nach dem starken Auf und Ab der vergangenen Jahre steht das Geschäftsjahr 2025 damit im Zeichen der Konsolidierung», schreibt die Sortenorganisation.

Im Inland legte der Appenzeller zu, der Absatz erhöhte sich um 41 Tonnen oder 1 Prozent auf 4226 Tonnen. Rund 50,6 Prozent des Käses wird also im Inland abgesetzt. Einzig das Fonduegeschäft tat sich schwer im nationalen Markt und verlor 10,9 %. «Vor allem die beiden grossen Platzhirsche im Schweizer Detailhandel sorgten für das Wachstum», heisst es im Geschäftsbericht.

USA und Frankreich brechen ein

Die zweite wichtige Säule ist der Export. Hier haben sich die Märkte unterschiedlich entwickelt. Insgesamt wurden 4127 Tonnen ausgeführt, das sind 46 Tonnen oder 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Im mit Abstand wichtigsten Markt Deutschland legte der Appenzeller um 0,6 % (+18 t) auf 3186 Tonnen zu. Eine positive Entwicklung weisen auch die übrigen europäischen Länder auf, die um 11,7 Prozent bzw. 16 Tonnen zulegen konnten. Steigende Verkäufe wurden in Spanien, teilweise aber auch in den nordischen und osteuropäischen Ländern erzielt. Insgesamt wurden rund 153 Tonnen Appenzeller in die übrigen europäischen Länder verkauft.

Ein deutliches Absatzminus resultierte hingegen in Frankreich (–9,9 %) mit –58 t auf noch 528 Tonnen. Auch in den USA musste der Appenzeller ein Minus von 20 t (–19,6 %) auf noch 82 Tonnen hinnehmen. Eigentlich wollte die Sortenorganisation in den USA einen neuen Absatzmarkt schaffen. «Es bleibt zu hoffen, dass sich unsere Ausfuhren in die USA im laufenden Geschäftsjahr wieder erholen», heisst es im Geschäftsbericht.

Produktion gedrosselt

2025 wurde die Produktion von Appenzeller deutlich gedrosselt. Die Produktionsmenge ging um 6,3 % von 8756 Tonnen im Vorjahr auf 8206 Tonnen im Berichtsjahr zurück, wobei auch der Lagerbestand um 1,2 % abnahm. «Trotzdem war die Warenverfügbarkeit jederzeit gegeben, und die Appenzeller-Käsehändler waren das ganze Jahr über voll lieferfähig», so die Sortenorganisation.

Die Sortenorganisation will ihren Fokus weiterhin konsequent auf eine wirksame Marktbearbeitung im In- und Ausland, die gezielte Weiterentwicklung ihrer Innovationen sowie auf eine effiziente Kostenstruktur legen.

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