
Um eine Überproduktion zu verhindern, wird ein Rückbehalt eingeführt.
Vijaya Narasimha
2025 wurde mit 21'400 Tonnen so viel Bio-Körnermais wie noch nie geerntet, 45 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Bedarf liegt mehr als 10 Prozent über dem Jahresbedarf der Mischfutterhersteller, schreibt Bio Suisse in einer Mitteilung. Die Lagerung der Übermengen stelle eine Herausforderung für die Branche dar.
10 Fr./100 kg
Deshalb ruft Bio Suisse die Produzentinnen und Produzenten auf, die Körnermaisproduktion zu drosseln. Um eine Überproduktion in diesem Jahr zu verhindern, hat die Branche einen Rückbehalt von 10 Franken pro 100 kg beschlossen. Den Produzenten wird von den Sammelstellen der Richtpreis abzüglich des Rückbehalts ausbezahlt.

2025 ist die Erntemenge regelrecht in die Höhe geschossen.
Bio Suisse
Sollte es heuer zu einer Überproduktion kommen, wird der Rückbehalt für die Deklassierung des Körnermaises eingesetzt. Ansonsten wird der Rückbehalt von den Sammelstellen in einem zweiten Schritt an die Produzentinnen und Produzenten ausbezahlt.
Auf Soja umsteigen
Nebst dem Rückbehalt gibt es 2026 eine Vermarktungseinschränkung für Umstellungsware. Falls das Angebot die Nachfrage der Futtermühlen übersteigt, gelten für diese Erntemengen die Preise des konventionellen Markts. Zudem gibt es auch eine Vermarktungseinschränkung für importierten Knospe-Körnermais.
Bio Suisse ruft die Produzentinnen und Produzenten deshalb auf, auf Körnerleguminosen wie Soja umzusteigen, da diese als Futtermittel gefragt sind. «Eine andere Möglichkeit ist die Vermarktung von Mais als Silomais», heisst es in der Mitteilung weiter.