
In Spanien grassiert die Afrikanische Schweinepest. Nun profitiert Brasilien von der entstandenen Lücke.
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Laut aktuell vorgelegten Zahlen des brasilianischen Verbands für tierisches Protein (ABPA) ist der Schweinefleischexport des Mercosur-Staates Brasilien in den ersten drei Monaten dieses Jahres sowohl mengen- als auch umsatzmässig um rund 16% angewachsen.
Von Brasilien ins Ausland verkauft wurden gemäss den ABPA-Zahlen in den Monaten Januar bis März insgesamt 392.200 Tonnen frisches und verarbeitetes Schweinefleisch. Die damit erzielten Einnahmen stiegen auf umgerechnet 774 Mio. Euro (721 Mio CHF).
Brasilianische Fleisch geht vermehrt auf die Philippinen
Besonders gut entwickelte sich das Geschäft auf den Philippinen, die bereits seit 2024 der Hauptabnehmer von brasilianischen Schweinefleischexporten sind. Als Beleg für die steigende Nachfrage führt der ABPA ausschliesslich Lieferzahlen für den Monat März an, in dem Brasilien seine Gesamtausfuhren an Schweinefleisch gegenüber dem Vorjahresmonat um fast ein Drittel auf den neuen Monats-Rekordwert von 153.800 Tonnen steigern konnte.
Auf Basis der Quartalszahlen prognostizierte der ABPA für das Gesamtjahr 2026 eine positive Exportentwicklung. Gründe für das zuletzt massive Wachstum in einzelnen Ländern nannte er nicht. Zwar waren die Lieferungen nach Japan und auf die Philippinen bereits in den zurückliegenden Jahren angewachsen, was der ABPA mit dem Erfolg einer Strategie zur Diversifizierung der Exportmärkte erklärte. Wachstumsraten wie im März 2026 waren aber nicht erreicht worden.
Vollständige Sperrung
Japan und die Philippinen gehören zu den wenigen Ländern, die ihre Grenzen für spanisches Schweinefleisch aufgrund der ASP-Fälle bei Barcelona vollständig gesperrt haben. Dabei waren sie zuvor wichtige Kunden der Spanier. Deren Branchenverband Interporc weist für das gesamte Kalenderjahr 2025 für die Philippinen eine Liefermenge von rund 166.000 Tonnen frischem und verarbeitetem Schweinefleisch aus. Etwa ebenso viel ging nach Japan, bei einem spanischen Gesamtexport von 2,75 Mio. Tonnen.