
Die Volksrepublik verfolgt das Ziel, die Selbstversorgung zu steigern und für mehr Ernährungssicherheit zu sorgen.
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In einem Bericht, der auf einer Sitzung des Nationalen Volkskongresses vorgelegt wurde, wird die Zielmarke von etwa 725 Mio. Tonnen Getreide ausgegeben. Gegenüber 2025 mit einer Rekorderntemenge von rund 715 Mio. Tonnen wäre das ein weiteres Plus von 1,3%. Als einen Grund für die Ankurbelung der Getreideproduktion nennt die chinesische Staatsführung die Instabilität der globalen Märkte.
Die Volksrepublik ist zwar nach wie vor der weltweit grösste Getreideproduzent. Das Land importiert jedoch aufgrund der grossen Inlandsnachfrage weiterhin bestimmte Kulturen, darunter Weizen und Mais. Daher wird die Erhöhung der inländischen Produktion als Schlüssel zur Ernährungssicherung gesehen. In den Jahren 2024 und 2025 hat China die Getreideimporte bereits deutlich verringert. Dazu trugen neben einer Steigerung der Ernteerträge auch sehr restriktive Einfuhrregelungen sowie Verzögerungen bei der Vergabe von Zollkontingenten aus.
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) beziffert den Gesamtbedarf Chinas an Getreideimporten im Vermarktungsjahr 2025/26 auf 37,7 Mio. Tonnen. Damit lägen die Einfuhren deutlich unter dem Durchschnitt, was auf der Rekordernte im vergangenen Jahr beruht. Die erwarteten Weizenimporte werden von der FAO mit 8 Mio. Tonnen angegeben. Das wären etwa 25% weniger als der langjährige Durchschnitt. Bei Mais werden Einfuhren von ebenfalls 8 Mio. Tonnen prognostiziert, was etwa die Hälfte des Durchschnittsniveaus entsprechen würde.