
Auch 2024 konnte Coop zulegen.
Reto Blunier
Der Umsatz stieg 2025 währungsbereinigt um 2,1 Prozent auf 35,4 Milliarden Franken (2024: 34,9 Mrd. Fr.), wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Im Detailhandel ohne Treibstoffe legte Coop um 2,3 Prozent auf 21,1 Milliarden (2024: 20,8 Milliarden Franken) zu.
Marktanteile gewonnen
Die Nummer 1 im Schweizer Detailhandel gemessen am Gesamtumsatz konnte ihre Stellung im Markt insgesamt festigen. Gemäss eigenen Angaben gewann Coop sowohl bei den Supermärkten als auch bei den Fachformaten Marktanteile hinzu, ohne genauere Angaben zu machen.
Das Wachstum geht auf verschiedene Faktoren zurück. «Im vergangenen Jahr konnten wir neue Supermärkte eröffnen, einen Kundenzuwachs stellen wir aber insgesamt über alle Regionen hinweg fest», sagte eine Coop-Sprecherin der Nachrichtenagentur AWP auf Anfrage. Voraussichtlich im laufenden Jahr werde Coop seinen tausendsten Supermarkt eröffnen.
100 Millionen für Preissenkungen
Getragen wurde das Wachstum von Zuwächsen in mehreren Geschäftsbereichen. Die Coop-Supermärkte inklusive der Onlineplattform Coop.ch erhöhten den Nettoerlös um 2,6 Prozent auf 12,4 Milliarden Franken (2024: 12,1 Milliarden), wobei der Onlinehandel um gut zehn Prozent zulegte. Gewachsen ist die Detailhändlerin gemäss eigenen Angaben sowohl mit nachhaltigen Produkten als auch mit der Günstiglinie «Prix Garantie». Letztere legte um 7,5 Prozent zu. Weiter hat das Unternehmen an den Preisen geschraubt. Coop senkte bei 1900 Produkten die Preise im Umfang von rund 100 Millionen Franken. «Seit 2019 wurden rund 700 Millionen Franken in tiefere Preise investiert», heisst es in der Mitteilung.
Die Fachformate mit Marken wie Interdiscount, Jumbo und Update Fitness dagegen legten zwar ebenfalls zu, allerdings weniger stark: Deren Zuwachs lag bei 1,7 Prozent. Dies bedeutet allerdings ebenfalls weitere Marktanteilsgewinne. Coop City steigerten den Umsatz um 4,7 % auf 838 Millionen. Die Bereiche Gastronomie/BâleHotels legten um 0,7 % auf 530 Millionen zu.
Trotz der unterdurchschnittlichen Entwicklung der Fachformate will Coop im Gestensatz zur Konkurrentin Migros die Geschäfte nicht loswerden. «Es gibt keine Pläne für Umstrukturierungen oder Verkäufe», sagte die Coop-Sprecherin. Die Non-Food-Formate entwickelten sich alle über dem Markt und würden Marktanteile gewinnen.
Nummer 1 bei Nachhaltigkeit
Der Geschäftsbereich Grosshandel und Produktion wuchs währungsbereinigt um 2,9 Prozent auf 17,2 Milliarden Franken. Davon entfielen 11,6 Milliarden Franken (+2,6%) auf Transgourmet im europäischen Abhol- und Belieferungsgrosshandel, im Geschäftsbereich Produktion stieg der Nettoerlös währungsbereinigt um 4% auf 5,9 Milliarden.
Im Bereich Nachhaltigkeit ist Coop nach eigenen Angaben die «unumstrittene Nummer 1», das Sortiment umfasst 21’600 Artikel im Detail- und Grosshandel. Der Nettoerlös erhöhte sich um 400 Millionen auf 6,8 Milliarden Franken. Weitere Details sowie Angaben zum Gewinn will Coop an der Bilanzmedienkonferenz am 17. Februar bekanntgeben.