«Es werden auch keine Produkte anderer Eigenmarken neu in die Eigenmarke Coop verschoben», sagte der Sprecher weiter. Das Sortiment werde nicht angepasst. Es handle sich lediglich um eine Anpassung des Namens sowie der Verpackungen. Die Produkte seien für die Kunden auch weiterhin problemlos zu finden, da sie am gleichen Ort im Regal stünden.
Bereits 2023 beschlossen
Die jahrzehntealte Eigenmarke, welche die mittlere Preislage abdeckt, umfasst laut dem Sprecher «mehrere tausend Artikel». Die sukzessive Umbenennung von «Qualité&Prix» auf «Coop» sei im Sommer 2023 beschlossen worden und werde seit Januar 2024 umgesetzt. Für Coop sei es wichtig, kein Verpackungsmaterial vernichten zu müssen. Die Umbenennung der Marke für die mittleren Preislagen dürfte voraussichtlich im Jahr 2028 abgeschlossen sein», sagte der Sprecher weiter. Auswirkungen der Umbenennung auf die Billigmarke «Prix Garantie» gebe es nicht.
Bei der neuen Eigenmarkte «Coop» finden sich Produkte wie Klobürsten oder Lebensmittel Charcuterie oder Pizza. Wie die CH-Medien-Zeitungen schreiben, auch Produkte mit Labels wie IP Suisse oder Fairtrade Max Havelaar verkauft. Umgestellt auf den neuen Namen wurden bisher Produkte wie Zucker oder Mehl. Konkurrentin Migros hatte im Zuge der Neuausrichtung mehrere Eigenmarken gestrichen. Auch das Sortiment der Billigmarke M-Budget wurde verkleinert.
Köder-Effekt
Eigenmarken haben gemäss CH Media mehrere Funktionen. Es handelt sich oft um Produkte, die von teureren Markenartikeln inspiriert sind. Forschungs- und Entwicklungskosten fallen weg. Zudem können Händler wie Coop mit Eigenmarken Druck machen auf Markenartikel-Hersteller.
Bei Mittelpreis-Marken wie «Coop» oder «M-Classic» von Migros nutzen die Detailhändler den sogenannten Köder-Effekt aus. Wenn Kunden drei Angebote präsentiert werden, greift er in der Regel zur mittleren Option, da die billigste als zu schlecht und die hochwertigere als zu teuer wahrgenommen wird. «Es gewinnt folglich oftmals die goldene Mitte», schreiben die CH-Medien-Zeitungen.
