
Danner verfolgt das Ziel künftig vermehrt robuste Kartoffelsorten in seinen Filialen anzubieten
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Klimawandel und höhere Temperaturen erschweren den Kartoffelanbau zunehmend. Auf der Suche nach robusten Kartoffelsorten unterstützt Denner jetzt «ein vielversprechendes Projekt» der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (Hafl). Dies lässt der grösste Schweizer Discounter in einer Mitteilung verlauten und schreibt: «Damit die Kundinnen und Kunden auch in Zukunft zu Rösti, Kartoffelstock und Pommes Chips in den Denner-Regalen greifen können.»
Resistenter gegen Wetterextreme
Stefan Vogel, Forscher an der Hafl und Teil des Projekts, erklärt das Vorgehen: «Aktuell vergleichen wir je drei robuste Sorten plus je eine Referenzsorte in zwei Serien – Speise- und Verarbeitungskartoffeln (Frites) – auf je sechs Praxisbetrieben unter reduziertem Fungizideinsatz.» Im Blick hat das Projekt Kartoffelsorten, die weniger anfällig für die Kraut- und Knollenfäule sind.
Gleichzeitig sollen sie auch resistenter gegen Wetterextreme wie Hitze und Trockenheit sein. Neben Denner wird das Projekt zur Erhöhung der Anbaufläche robuster Sorten in der Schweiz auch von der Labelorganisation IP-Suisse mitfinanziert. Laut Angaben des Discounters geschieht dies in Zusammenarbeit mit Agroscope sowie der gesamten Kartoffelbranche.
Wann können Denner-Kunden die neuen Sorten testen?
In einer Degustation im Frühjahr 2026 seien die Kartoffeln in einem 80-köpfigen Degustationspanel getestet worden. Im Herbst 2026 wird Denner nach eigenen Angaben seinen Kundinnen und Kunden in ausgewählten Filialen kostenlose Produktproben verteilen. Gleichzeitig werde ein Kundenfeedback eingeholt.
«Unser Ziel: die Sorten künftig vermehrt in unseren Filialen anbieten – sobald sie marktfähig sind», sagt Lisa Züger, Leiterin Nachhaltigkeit bei Denner, in der Mitteilung.
Bisherigen Erkenntnisse
Im Interview auf dem Nachhaltigkeitsportal von Denner erläutert Vogel die bisherigen Erkenntnisse des Projekts: «Die Erträge der getesteten robusten Sorten liegen tendenziell auf dem Niveau herkömmlicher Sorten. Bei der Lagerfähigkeit gibt es aktuell noch wenige robuste Sorten auf der Sortenliste mit sehr guter Lagerstabilität.»
Laut Vogel sei eine breite Vermarktung nur dann realistisch, wenn gesicherte Konsumentenakzeptanz, Mindestqualitätsanforderungen und konsistente Ertragsleistung, das Vertrauen der Produzenten in die Sorten, ausreichend verfügbares Pflanzgut sowie eine zufriedenstellende Lagerfähigkeit gegeben seien.
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