Denner weiter gewachsen

Der zum Migros-Konzern gehörende Discounter Denner befindet sich weiter im Aufwind. «Wir sind das vierte Jahr in Folge weitergewachsen und arbeiten angemessen profitabel», sagte Denner-Chef Mario Irminger in einem Interview mit der Zeitung «SonntagsBlick».

Der zum Migros-Konzern gehörende Discounter Denner befindet sich weiter im Aufwind. «Wir sind das vierte Jahr in Folge weitergewachsen und arbeiten angemessen profitabel», sagte Denner-Chef Mario Irminger in einem Interview mit der Zeitung «SonntagsBlick».

Zahlen nannte Irminger nicht: «Kritiker werden überrascht sein, wenn wir unser Jahresresultat veröffentlichen.» Das solle diese Woche geschehen. «Am Limmatplatz, also am Hauptsitz der Migros, ist man mit uns zufrieden.»

Fleisch und Gemüse sollen teurer werden

Er sei entspannt, sagte der Denner-Chef. Die Zeit der grossen Preisrunden wie in den Jahren 2011 und 2012 sei vorbei. «Wir erwarten im laufenden Jahr bei Fleisch, Früchten und Gemüse einen Preisanstieg», sagte Irminger. Andere Waren wie Getränke oder Körperpflegeartikel hätten noch Potential für Preissenkungen.

Schlagzeilen hatte Denner in der vergangenen Woche mit seiner Einfuhr von Coca-Cola aus Tschechien gemacht, um die Preise senken zu können. Damit gehe man gegen die überhöhten Preise der Schweizer Coca-Cola-Niederlassung vor, hatte Denner die Massnahme begründet.

Wirbel um Coca-Cola

Die tieferen Einkaufspreise erlauben es Denner, Coca-Cola zehn Prozent billiger zu verkaufen. Die aus Tschechien importierte Zweiliterflasche kostet neu 2.25 Fr. anstatt 2.50 Fr. Auch der Preis der 1,5-Liter-Flasche aus Schweizer Produktion wird auf Kosten der Marge gesenkt.

Coca-Cola Schweiz bezeichnete das Vorgehen als kurzsichtig. «Als Schweizer Produzent mit 1000 Mitarbeitern garantieren wir Versorgungssicherheit, hohe Produktqualität sowie eine nachhaltige und lokale Wertschöpfung.» Auch mache es aus ökologischer Sicht keinen Sinn, Coca-Cola über weite Strecken in die Schweiz zu transportieren.

Diese Vorwürfe konterte Denner-Chef Irminger: Coca-Cola Schweiz fürchte in erster Linie um die Margen. «Seine Profitabilität ist derart hoch, dass ich nicht glaube, unsere Preisreduktion von zehn Prozent gefährdet Arbeitsplätze in der Schweiz.» Zudem sei schleierhaft, warum sich keiner über den Schweizer Hersteller beschwere, der Büchsen-Cola seit Jahren aus Italien herankarre.

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