Die Futterpreise steigen

Die Preise für Getreide und Ölsaaten auf den internationalen Märkten steigen und steigen. Wegen der teuren Rohstoffe verlieren die Mischfutterhersteller Marge. Sie ziehen Preiserhöhungen in Betracht.

Die Getreidepreise steigen auf ein Mehrjahreshoch. Europäischer Weizen knackte die 240-Euro-Marke je Tonne, die Maispreise an der Matif kletterten auf über 230 Euro je Tonne. «Die längste Kursrallye aller Zeiten», schreibt das Landwirtschaftsmagazin «Agrarheute» in einer Marktanalyse. Die Gründe dafür sind divers: beispielsweise sind es die erhöhten Exportzölle in Russland und der Getreidehunger aus China.

Schwellenpreissystem

Müssen die Einzelkomponenten teuer beschafft werden, wirkt sich das auf die Mischfutterpreise aus. Die international hohen Futtermittelpreise haben aber nur teilweise eine Auswirkung auf die Preise in der Schweiz. Die Schweiz verfügt bekanntlich über einen Grenzschutz bei Agrarrohstoffen.

Bei den Futtermitteln werden die Zölle nach dem Schwellenpreissystem berechnet. Die Preise franko Grenze verzollt schwanken um den Importrichtwert oder Schwellenpreis. Beim Weizen liegt dieser beispielsweise bei 38 Franken, beim Mais bei 37 Franken pro 100 Kilo.

Die Zollansätze werden monatlich überprüft und angepasst, sofern sich die Preise ausserhalb der Bandbreite von plus/minus drei Franken befinden. So wurde per 1. März der Zollansatz für Mais um einen Franken auf 10.50 Fr. je 100 Kilo korrigiert.

Preisanpassungen in Sicht

Beim Sojaschrot hingegen liegt der Preis franko Grenze unverzollt bereits weit über dem Schwellenpreis, und der Zollansatz beträgt null Franken. Ebenso ist der Zoll für Rapsschrot seit Anfang Februar auf null gesunken. Die Kurse beim Sojaschrot sind hoch. An der Chicagoer Börse bewegte sich der Preis des Frontmonats diese Woche um die 430 US-Dollar/ short ton (0,91 Tonne) oder um gut 380 Euro pro Tonne.

Wegen der hohen Preise verlieren die Mischfutterhersteller Marge. Bereits haben einige ihre Preise erhöht oder laufende Aktionen abgebrochen, und laut Marktkennern ist es nur eine Frage der Zeit, bis weitere Player im Mischfuttermarkt ihre Preise nach oben anpassen werden.

Kommentare (3)

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  • Realist | 06.03.2021
    Futtermittel importieren ist ein absolutes No-Go. Das kann nur von den Grünen kommen, aber Lebensmittel von der ganzen Welt importieren,das spielt keine Rolle. Studiert einmal über die Nasenspitze hinaus, bevor ihr solches zeug labert.
  • Toni | 06.03.2021
    Und wir Schweizer Bauern praktizieren eine Ansaat mit Hasenpfade - Was für eine paradoxer Blödsinn!
  • Grüner | 05.03.2021
    Hohe Preise sind das beste Mittel um die ganze Importiererei zu bremsen.

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