
Die Dorfläden von Volg kommen bei Kunden gut an.
Volg
Die Nähe zu den Konsumentinnen und Konsumenten zahlt sich für die Detailhandelsgruppe Volg aus. Die Dorfläden trotzen der Konkurrenz und setzen ihr Wachstum fort. «Das bestätigt unseren Kurs und die strategische Positionierung als führender Nahversorger auf dem Land», sagt Volg-Chef Philipp Zgraggen.
Seit 2022 legt die Gruppe beim Umsatz zu. 2025 realisierte Volg einen Umsatz von 1,795 Milliarden Franken – 23 Millionen oder 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Rekord von 2024 und 2020 wurde damit übertroffen.
Volg: Höherer Umsatz pro Laden
Der mit Abstand wichtigste Absatzkanal sind die Dorfläden. Der Umsatz kletterte um 14 Millionen oder 1,1 Prozent auf 1,341 Milliarden Franken. 2025 hat Volg insgesamt 593 Läden betrieben – zwei weniger als im Vorjahr. Der durchschnittliche Umsatz pro Laden stieg entsprechend auf 2,26 Millionen Franken (2024: 2,23 Mio. Fr.). Zum Vergleich: Vor der Pandemie wurde hier ein Wert von 1,99 Millionen realisiert.
Die im Januar 2025 angekündigte Expansion konnte Volg noch umsetzen. Damals gab das Unternehmen bekannt, vor allem in der Romandie neue Läden eröffnen zu wollen.
Tankstellenshops wachsen weiter
Das stärkste Wachstum der Gruppe erzielten einmal mehr die Tankstellenshops. Die 121 «Topshops» (2024: 120) setzten 394 Millionen Franken um – 14 Millionen oder 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zunahme ist eindrücklich: 2023 erzielte Volg einen Umsatz von 372 Mio. Fr., 2022 insgesamt 360 Mio. Fr. und 2021 343 Mio. Fr.
Anders sieht es bei den freien Detaillisten aus. Hier entwickelte sich der Umsatz erneut rückläufig. Dies ist aber auch auf den deutlichen Rückgang der belieferten Läden zurückzuführen. Die 193 unter der Marke «Prima» auftretenden Detaillisten (2024: 207) verzeichneten einen Umsatz von 60 Millionen Franken – das sind 7,7 Prozent oder 5 Millionen weniger als 2024.
Alnatura im Sortiment
Im vergangenen Jahr hat Volg Anpassungen am Sortiment vorgenommen. So wurden 50 Alnatura-Produkte aufgenommen. Diese Bio-Produkte stammen jedoch nicht aus der Schweiz, sondern werden importiert. Ins Sortiment aufgenommen wurden unter anderem eine Nuss-Nougat-Creme, Leinsamen und Mandelmus. Weshalb setzt Volg nicht auf Knospe-Produkte? Alnatura-Produkte würden bestehende Import-Bioprodukte ersetzen, erklärte Sprecherin Tamara Scheibli im Januar 2025 gegenüber schweizerbauer.ch. Volg geht davon aus, dass die Alnatura-Produkte die Nachfrage nach Bioprodukten stärken werden. Davon würden schlussendlich auch die Schweizer Bio-Bauern profitieren, sagte Scheibli. Volg hat auch Schweizer Bioartikel wie Milchprodukte oder Schorle im Sortiment.
Engagieren will sich Volg auch bei der Reduzierung von Lebensmittelverlusten. In sämtlichen Volg-Läden und Tankstellenshops werden die «Immerno guet»-Taschen mit gut erhaltenen Frischprodukten angeboten. Damit will Volg das strategische Ziel erreichen, den Anteil Food Waste bis 2030 zu halbieren.