Ein Blick in die Zukunft

Die Getreide- und Ölsaatenlager sind weltweit gut gefüllt. Zwar kann viel exportiert werden, Preisdruck gibt es trotzdem.

Doris Grossenbacher |

Die Getreide- und Ölsaatenlager sind weltweit gut gefüllt. Zwar kann viel exportiert werden, Preisdruck gibt es trotzdem.

Eine gute Weizenernte und eine Rekordernte bei Mais haben in der Erntesaison 2013/2014 weltweit zur historisch grössten Getreideernte geführt. In seinem Dezember-Monatsbericht sagt das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) auch für die globale Ölsaatenernte 13/14 Rekordmengen voraus.

Gleichzeitig steigt jedoch auch der weltweite Getreidebedarf kontinuierlich an. Laut Zahlen des USDA werden jährlich etwa 35 Mio. Tonnen mehr Getreide verbraucht. 

Grosse Weizenexporte

Die EU ist im Jahr 2013 zum zweitgrössten Weizenexporteur (nach den USA) aufgestiegen. Die Exporte aus der EU dürften auch in der zweiten Saisonhälfte gross bleiben, betonten Marktexperten an einem Seminar der «Agrarzeitung» zum Thema «Agrarmärkte 2014» im Dezember in Hamburg (D). Argentinien produziert weniger Weizen, was Auswirkungen auf die weltweiten Warenströme hat: Brasilien kann seinen Importbedarf nicht komplett im Nachbarland decken, sondern muss auf die USA ausweichen.

Die Vereinigten Staaten dürften dann wiederum weniger Ware nach Asien liefern, hier könnte EU-Weizen Angebotslücken schliessen, prognostizieren Marktkenner gemäss agrarzeitung.de. Die globalen Ölsaatenpreise dürften in der zweiten Saisonhälfte einen Dämpfer erhalten. Die voraussichtlich sehr grossen Sojabohnenernten aus Argentinien, Brasilien und den USA werden auf die Märkte drücken. Der Rapsmarkt in Europa muss sich dann zudem mit einem hohen Angebot aus Kanada und Australien auseinandersetzen. 

Dünger vorerst preiswert

Auf dem internationalen Düngermarkt ist momentan keine Preisspitze absehbar, wie das österreichische Magazin «Landwirt» schreibt. Bei den Stickstoffdüngern scheint sich das grössere Angebot an (billigem) Fracking-Gas bemerkbar zu machen. Ebenfalls unter Preisdruck stehen wegen Überproduktion und mangelnder Nachfrage der Kali- und der Phosphormarkt.

Längerfristig dürften sich die Düngermärkte aber wieder stabilisieren. Phosphor wird in Zukunft weltweit knapp werden.

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