Der Umsatz stieg um 2,2 Prozent auf 2,32 Milliarden Franken, wie die Emmi-Gruppe am Mittwoch mitteilte. Organisch, also bereinigt um Übernahmen und Währungseinflüsse, wuchs der Umsatz um 3,6 Prozent nach 4,4 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Zum ausgewiesenen Wachstum trugen Übernahmen 0,7 Prozentpunkte bei, während der starke Franken mit 2,1 Prozentpunkten belastete. Das organische Wachstum war laut Emmi vollständig volumengetrieben.
Schweiz wächst stark – USA enttäuschen
Regional entwickelte sich das Geschäft unterschiedlich. Im Heimmarkt Schweiz stieg der Umsatz stieg um 3.6% auf 903.3 Millionen Franken (H1 2025: 871.6 Mio. Fr.). «Dies trotz der seit Februar 2026 gesunkenen A-Milch-Richtpreise», schreibt Emmi in einer Mitteilung. Wachstumsträgerwaren die Markenkonzepte im Frische- und Käsebereich sowie die Innovationen Emmi Matcha Latte und in der Premium-Nische mit Emmi Kefir, Emmi Energy Milk High Protein, Emmi I’m your meal und Emmi good day. Das Umsatzwachstum im ersten Halbjahr 2026 beinhaltete zudem noch einen Einmaleffekt aus einem befristeten Auftrag, der bereits in der zweiten Jahreshälfte 2025 positive Auswirkungen hatte, im zweiten Halbjahr 2026 aber wegfallen wird.

Emmi
In der Division Americas erreichte Emmi erreichte trotz negativer Währungseffekte von -3.7 % einen Umsatz von 852.8 Mio. Fr. (H1 2025: 853.4 Mio. Fr.). Wachstumsimpulse kamen gemäss Emmi aus den Wachstumsmärkten Chile, Brasilien und Mexiko sowie aus Spanien und Tunesien. «Besonders erfreulich entwickelten sich die strategischen Nischen mit Kaiku Caffè Latte in Spanien und nutrition+ in Spanien, Chile und bei der brasilianischen Tochtergesellschaft Verde Campo mit funktionalen Milchprodukten. Dagegen blieb der US-Markt wegen der verhaltenen Konsumstimmung hinter den Erwartungen zurück, wie es heisst.
Europa steigerte ihren Umsatz um 2,7% auf 498.3 Mio. Fr. (H1 2025: 483.7 Mio. Fr.). «Eine erfreuliche Wachstumsentwicklung verzeichneten das Dessertgeschäft sowie das Geschäft mit Ziegenmilchpulver in den Niederlanden», schreibt Emmi.
Überdurchschnittlich entwickelte sich auch die Division Global Trade mit einem organischen Wachstum von 10,1 Prozent auf 69,1 Mio. Fr.. Treiber waren höhere Entlastungsexporte von Butter und Magermilchpulver sowie eine steigende Nachfrage nach Emmi-Joghurts aus Schweizer Milch in Asien.
Gewinn legt zu
Auch beim Ergebnis machte Emmi Fortschritte. Das Betriebsergebnis EBIT stieg um 4,8 Prozent auf 152,3 Millionen Franken. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 6,6 von 6,4 Prozent. Beschaffungsinitiativen, Produktivitätssteigerungen und Preiserhöhungen hätten höheren Kosten etwa für Verpackungen, Personal und Logistik entgegengewirkt.
Unter dem Strich verdiente Emmi 100,9 Millionen Franken nach 97,2 Millionen im Vorjahr. Ein verbessertes Finanzergebnis half, höhere Gewinnanteile von Minderheitsaktionären bremsten dagegen. Beim Umsatz übertraf Emmi die Erwartungen deutlich. Beim Ergebnis blieb der Milchverarbeiter aber leicht hinter den Schätzungen zurück.
Optimistischer für Umsatz im Gesamtjahr
Für das Gesamtjahr zeigt sich Emmi leicht optimistischer und präzisiert die Prognose für das organische Wachstum auf 2 bis 3 Prozent von bisher 1 bis 3 Prozent. Die Ziele für den EBIT von 335 bis 355 Millionen Franken und die Reingewinnmarge von 4,8 bis 5,3 Prozent bleiben unverändert.
Die Zuversicht stützt Emmi vor allem auf sein Innovationsportfolio, den Fokus auf Wachstumsmärkte und Premium-Nischen sowie auf Effizienzprogramme und Kostendisziplin. Gleichzeitig würden der tiefere Schweizer Milchpreis und der Wegfall eines befristeten Grossauftrags belasten. Hinzu kommen laut Emmi eine gedämpfte Konsumstimmung, der starke Franken, volatile Beschaffungsmärkte sowie Importdruck in der Schweiz.
