Erste Schweizer Spargeln erhältlich

Der Saisonstart ist erfolgt. Dank der warmen Temperaturen wurden erste kleinere Mengen geerntet. Diese gibt es in Hofläden und auf Märkten zu kaufen. In den kommenden Wochen steigt das Angebot stetig.

Das Warten hat ein Ende: In verschiedenen Anbauregionen wurden erste Bleich- und Grünspargeln geerntet. Momentan ist das Angebot noch bescheiden. Die Mengen werden in den kommenden Wochen aber deutlich zunehmen. Dann soll auch der Schweizer Detailhandel versorgt werden.

Die frühlingshaften Temperaturen geben der Königin der Gemüse Schub. «Bei 13 °C wachsen sie 2 bis 3 Zentimeter, bei 17 Grad gar fünf Zentimeter pro Tag», schreibt der Verband Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP). Obwohl die Nachfrage nach Schweizer Spargeln gross ist, muss der grösste Teil der Mengen importiert werden. Bei einem Gesamtvolumen (inkl. Import) von 9765 Tonnen beträgt die Inlandproduktion knapp neun Prozent.

Inlandanteil bei 9 %

2025 wurden in der Schweiz insgesamt 876 Tonnen Spargeln geerntet. Das sind gemäss VSGP rund 20 Tonnen mehr als im Jahr 2024. 530 Tonnen entfallen auf Bleich- und 346 Tonnen auf Grünspargeln. 2025 wurden auf 447 Hektaren Spargeln angebaut. In den vergangenen zehn Jahren wurde die Fläche um 70 Hektaren erweitert. Die Zunahme ist vor allem auf die Grünspargelfläche zurückzuführen. Spargeln werden von ungefähr 180 Produzenten angebaut, die meisten befinden sich in der Ostschweiz, gefolgt vom Mittelland und der Westschweiz. Der Konsum von Grün- und Bleichspargeln (inkl. Importmenge) beträgt gemäss VSGP pro Kopf in der Schweiz rund 1,2 kg.

Die Produktion von Spargeln ist arbeits- und kostenintensiv. «Bereits früh im Jahr werden die Felder vorbereitet, Dämme angelegt und erste Verfrühungsmassnahmen getroffen», schreibt der VSGP. In Mini-Tunneln wird ein wärmendes Mikroklima erzeugt, um ein früheres Wachstum zu ermöglichen. Zudem schützen sie vor Wind, Regen und teilweise sogar vor Frost. So werden die Qualität und die Erntesicherheit erhöht.

Seit 5000 Jahren kultiviert

Bei Bleich- und Grünspargeln handelt es sich um dieselbe Pflanze. Während Grünspargeln über der Erdoberfläche wachsen und durch die Sonne grün werden, wachsen Bleichspargeln in einem Erdwall und bleiben daher weiss. Die Ernte ist insbesondere bei Bleichspargeln, die unterirdisch geerntet werden müssen, nicht einfach und erfordert grosses Geschick.

-> Mehr Infos zu den Spargeln gibt es hier

Spargeln werden seit 5000 Jahren kultiviert. In der Antike sollen Spargeln als Aphrodisiakum eingesetzt worden sein, und im Mittelalter galt Spargel als Arznei und wurde zum Beispiel gegen Husten und Geschwüre gegessen. Aufgrund des beschränkten Angebots, des hohen Preises und des feinen Geschmacks gilt die Spargel als Königin der Gemüse.

Kommentare (2)

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  • Daniela Nef | 10.04.2026
    Und noch etwas,wegen der himmeltraurigen Botschsft,die kleine und mittlere Bauern treffen. Wenn die Alpen verbuschen,weil vor lauter Arbeit und Wolf keine Alpen mehr bedtossen werden,dann verbus ht alles und die Touristengwbiete ,sei es Bergbahnen,Hotels,Restaurants können schliessen und es gibt viele Arbeitslose. Das ust überhaupt nicht durchdacht,Herr Bundespräsident und ihre Bürogummis. Setzt mal Euer Hirn ein,oder hat es nur Stroh und Wasser drinn???
  • Daniela Nef | 10.04.2026
    Oh,schön,wieder Spargeln,gesund. Aber mehr Bauchweh mcht es dem Berggebiet,diese Ansage von Parmwlin,wegwn den Direktzahlungen ab 2030. Unverschämtheit. Der soll mal ins Berggwbiet arbeiten kommen,dann siehr er,dass nan dort nicht einfach mehr Fläche bewirtschaftwn kann. Ich wurde ab der Radioansage so wütwnd,am liebsten hötte ich bei ihm die Rebstöcke ausgezerrt oder Klärschlamm hingeleert,dass er auch unschlafige Nächte hat,wie viele Bauern. Auch kleine und mittlere Beteiebe haben sas recht,nicht nur noch grössere Beteiebe. Gehts eigentlich noch!!!. Der soll aus der SVP austreten,besser noch als Bunderat zurücktreten,das ist kein Bauernvertreter,das ist ein Bauwrnvernichter!!!!Wir hoffen,dass wur Unterstützung bekommen von Ritter,Egger,Dettling und Frau Friedli und Baumann,dass sie dem wntgegewirken können. Das kanns doch nicht sein!!!!
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