
Die Genossenschaft geht davon aus, dass die Zuckerpreise inzwischen ihren Tiefpunkt erreicht haben.
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Die beiden grössten französischen Zuckerhersteller, Tereos und Cristal Union, haben im Geschäftsjahr 2025/26 deutlich schlechter abgeschnitten als im Vorjahr. Nach den Rekordergebnissen der vergangenen Jahre belasteten sinkende Zuckerpreise und schwierige Marktbedingungen die Geschäftsentwicklung.
Verlust von 500 Millionen
Der Branchenführer Tereos erzielte einen Umsatz von 5,13 Milliarden Euro (4,8 Milliarden Franken) und damit 13 Prozent weniger als im Vorjahr. Das bereinigte Betriebsergebnis (EBITDA) brach um 48 Prozent auf 416 Millionen Euro (390 Millionen Franken) ein.
Unter dem Strich resultierte ein Verlust von 590 Millionen Euro (554 Millionen Franken). Im Geschäftsjahr 2024/25 hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 131 Millionen Euro (123 Millionen Franken) ausgewiesen.
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Tereos mit einer weiteren Verschlechterung des Ergebnisses. Das EBITDA dürfte zwischen 275 Millionen Euro (258 Millionen Franken) und 350 Millionen Euro (329 Millionen Franken) liegen. Eine spürbare Erholung des Marktumfelds erwartet die Unternehmensleitung frühestens ab 2027.
Europa belastet das Geschäft
Besonders schwierig verlief das Geschäft in Europa. Im Bereich Zucker und erneuerbare Energien sank der Umsatz um 13 Prozent auf 2,06 Milliarden Euro (1,94 Milliarden Franken). Das EBITDA der Sparte brach sogar um 76 Prozent auf 55 Millionen Euro (52 Millionen Franken) ein.
Besser entwickelte sich das Geschäft in Übersee, insbesondere in Brasilien. Dort erzielte Tereos mit Zucker und erneuerbaren Energien einen Umsatz von 1,02 Milliarden Euro (958 Millionen Franken). Das EBITDA ging zwar ebenfalls zurück, fiel mit einem Minus von 32 Prozent jedoch deutlich stabiler aus und erreichte 238 Millionen Euro (224 Millionen Franken).
Auch Cristal Union unter Druck
Auch die Genossenschaft Cristal Union musste deutliche Einbussen hinnehmen. Der konsolidierte Umsatz sank um 14 Prozent auf 2,28 Milliarden Euro (2,14 Milliarden Franken).
Das EBITDA halbierte sich nahezu und fiel von 287 Millionen Euro (270 Millionen Franken) auf 138 Millionen Euro (130 Millionen Franken). Der Reingewinn schrumpfte von 97 Millionen Euro (91 Millionen Franken) auf 20 Millionen Euro (19 Millionen Franken).
Hoffnung auf eine Markterholung
Um die schwierige Marktlage abzufedern, setzte Cristal Union verstärkt auf Zuckerexporte in EU-Länder des Mittelmeerraums sowie auf den Absatz von Futtermitteln.
Die Genossenschaft geht davon aus, dass die Zuckerpreise inzwischen ihren Tiefpunkt erreicht haben. Für die kommenden Monate wird eine leichte Erholung des Marktes erwartet.